Fama Fraternitatis & Confessio Fraternitatis

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Fama Fraternitatis & Confessio Fraternitatis

Fama Fraternitatis 1614 - German

Fama Fraternitatis des löblichen Ordens des Rosencreutzes

An die Häupter, Stände und Gelehrten Europas.

Wir, die Brüder der Fraternität des R.C. (Rosenkreuzes) entbieten allen und jedem, die diese unsere Fama christlicher Meinung lesen, unseren Gruß, Liebe und Gebet.

Nachdem der allein weise und gnädige Gott in den letzten Tagen seine Gnad und Güte so reichlich über das menschliche Geschlecht ausgegossen, dass sich die Erkenntnis beides, seines Sohnes und der Natur, je mehr und mehr erweitert und wir uns billig einer glücklichen Zeit rühmen mögen, weil nicht nur ein Teil der bis dahin unbekannten und verborgenen Welt entdeckt worden ist und dadurch viel wunderliche und zuvor nie gesehene Werke und Schöpfungen der Natur möglich wurden, sondern auch hocherleuchtete Menschen hat auferstehen lassen, die zum Teil die verunreinigte und unvollkommene Kunst wieder zurecht brachten, damit endlich der Mensch seinen Adel und seine Herrlichkeit verstünde, inwiefern er ein Mikrokosmos sei und wie weit sich seine Kunst in die Natur hinein erstreckt.

Obwohl auch hiermit der unbesonnenen Welt wenig gedient ist und das Lästern, Lachen und Gespött immer mehr wird, und auch bei den Gelehrten der Stolz und Ehrgeiz so groß ist, dass sie nicht mögen zusammentreten, und trotz allem, was uns Gott in unserem Jahrhundert so reichlich mitgeteilt hat im Buch der Natur oder durch die Regeln aller Künste, so steht doch einer wider den anderen. Man bleibt bei der alten Leier und statt das helle offenbare Licht der Erkenntnis gelten zu lassen, müssen die Schriften von Päpsten, Aristoteles und Galenus herhalten, die ohne Zweifel selbst, lebten sie noch, sich mit Freuden korrigieren würden.

Hier aber ist man für so große Worte zu schwach und obwohl in Theologie, Physik und Mathematik die Wahrheit entgegengesetzt ist, lässt doch der alte Feind seine List und sein Grollen zu Haufen sehen, da er durch Schwärmer Unfrieden und Landläufer solchen schönen Lauf hindert und verhasst macht.

Zu solchem Ziel einer Generalreformation hat sich auch hoch und lange Zeit bemüht der weiland andächtige, geistliche und hocherleuchtete Vater Bruder C.R., ein Deutscher, unserer Fraternität Haupt und Begründer, der, nachdem er aus Armut – seiner gleichwohl adeligen Eltern – im fünften Jahr seines Alters in ein Kloster gesteckt worden und also beide Sprachen, Griechisch und Latein, ziemlich erlernet; einem Bruder P.A.L., der sich eine Reise zum heiligen Grab vorgenommen, auf sein emsiges Flehen und Bitten hin, noch in blühender Jugend beigegeben wurde.

Obwohl dieser Bruder in Cypern gestorben ist und also Jerusalem nicht gesehen hatte, kehrte doch unser Frater C.R. nicht um, sondern schiffte vollends hinüber und zog nach Damaskus, willens, von dort aus Jerusalem zu besuchen. Als er aber wegen Leibesbeschwerlichkeit dort verharren musste und wegen der Arzneien, (die ihm nicht unbekannt waren) der Türken Gunst erhielt, begann man von ungefähr, von den Weisen zu Damasco in Arabien zu reden, was Wunders dieselben trieben und wie ihnen die ganze Natur entdeckt wäre.

Hierdurch wurde der hohe und edle Geist des Frater C.R.C. erweckt, sodass ihm nicht mehr so sehr Jerusalem als Damaskus im Sinn lag. Er konnte auch seine Begierde nicht mehr meistern, sondern verdingte sich den arabischen Meistern, um ihn um gewisses Geld nach Damaskus mitzunehmen.

Nur 16 Jahre war er alt, als er dahin kam, gleichwohl von starkem deutschem Gewächs. Da empfingen ihn die Weisen, wie er selbst bezeugt, nicht wie einen Fremden, sondern gleichsam wie einen, auf den sie lange gewartet hatten, nannten ihn beim Namen und zeigten ihm auch andere Heimlichkeiten aus seinem Kloster, dessen er sich nicht genugsam verwundern konnte.

Allda lernte er die arabische Sprache besser, sodass er schon im folgenden Jahr das Librum M. (Buch der Natur) in gutes Latein übertrug und mit sich nahm: Dies ist der Ort, an dem er seine Physik und Mathematik holte, deren sich die Welt billig hätte erfreuen können, wenn die Liebe größer und die Missgunst weniger gewesen wäre.

Nach drei Jahren kehrte er wieder um, mit guter Erleuchtung, schiffte aus dem Sinu Arabico nach Ägypten, wo er nicht lange blieb; allein, dass er von nun an besser acht gebe auf die Gewächse und Kreaturen, überschiffte das ganze Mittelmeer, auf dass er käme nach Fez, wohin ihn die Araber gewiesen hatten.

Es ist für uns billig eine Schande, dass so weit voneinander entfernte Weise nicht nur untereinander einig und allen Zankschriften zuwider, sondern auch im Vertrauen und in der Eröffnung ihrer Heimlichkeiten so zugeneigt und willig waren.

Alle Jahre kommen die Araber und Afrikaner zusammen, befragen einander aus den Künsten, ob nicht vielleicht etwas Besseres erfunden wäre oder die Erfahrung ihre Theorien geschwächt hätte. Da kommt jährlich etwas zustande, wodurch Mathematik, Physik und Magie – denn hierin sind die Fessaner am besten – verbessert werden. Nunmehr mangelt es auch in Deutschland nicht an Gelehrten, Magiern, Kabbalisten, Medizinern und Philosophen, die einander etwas zulieb tun könnten, und der große Haufen müsste nicht die Waid allein abfretzen.

Zu Fez machte er Bekanntschaft mit den Elementarischen Einwohnern, – wie man sie zu nennen pflegt – die ihm viel des Ihrigen eröffneten, wie denn auch wir Deutschen viel des unsrigen könnten zusammenbringen, wenn gleiche Einigkeit unter uns wäre und wir mit ganzem Ernst zu suchen begehrten.

Von diesen Fessanern bekannte er allerdings oft, dass ihre Magia nicht ganz rein, auch die Kabbala mit ihrer Religion beflecket sei. Nichtsdestoweniger wusste er sie sich trefflich zunutze zu machen.

Auch fand er einen noch besseren Grund für seinen Glauben, der just mit der ganzen Welt in Harmonie übereinstimmt; sowie mit allen Epochen der Jahrhunderte. Hieraus erschloss sich ihm eine schöne Zusammenschau, und er erkannte, dass, geradeso wie in jedem Kern ein guter, ganzer Baum oder Frucht enthalten ist, auch die ganze große Welt (Makrokosmos) in einem kleinen Menschen (Mikrokosmos) enthalten wäre, sodass dessen Religion, Polizey, Gesundheit, Glieder, Natur, Sprache, Worte und Werke alle in gleichem Ton und gleicher Melodie mit Gott, Himmel und Erde zusammen gingen.

Was dawider läuft, das wäre Irrung, Verfälschung und vom Teufel, welcher allein das erste Mittel und die letzte Ursache der weltlichen Dissonanz, Blindheit und Dummheit ist. Und würde einer alle Menschen dieses Erdbodens prüfen, würde er finden, dass das Gute und Rechte immerdar mit sich selbst eins, das andere aber mit tausenderlei irriger Meinung befleckt ist.

Nach zwei Jahren verließ Fr. R.C. Fez und fuhr mit vielen köstlichen Stücken nach Spanien, hoffend, weil diese Reise ihm selbst so wohl angelegt ist, dass sich auch die Gelehrten Europas höchlichst mit ihm erfreuen würden, um nunmehr alle ihre Studien nach solchen gewissen Fundamenten auszurichten.

Er besprach sich deswegen auch mit den Gelehrten in Spanien, worinnen es unseren Wissenschaften fehle und wie ihnen zu helfen, ferner woraus die gewissen Kennzeichen folgender Jahrzehnte zu nehmen und worin sie müssen mit den Vergangenen übereinstimmen; und wie der Kirche Mängel und die Moralphilosophie zu verbessern wären.

Er zeigte ihnen neue Gewächse, Früchte, Tiere, die sich nicht nach der alten Philosophie richteten, und gab ihnen neue Grundsätze an die Hand, die durchaus alles umfassten. Aber es war ihnen alles lächerlich, und weil es noch neu, waren sie besorgt, ihr großer Name würde geschmälert, wenn sie dazu lernten und ihr vieljähriges Irren zugeben sollten. Das Bisherige waren sie gewohnt und es hatte ihnen auch genug eingetragen. Ein anderer, dem die Unruh liege, möchte eben wohl reformiert werden, sagten sie.

Dieses Liedlein wurde ihm von anderen Nationen auch vorgesungen, was ihn umso mehr dazu veranlasste, seine Erkenntnisse den Gelehrten mitzuteilen aus allen Fakultäten, Wissenschaften, Künsten und der ganzen Natur. Sie sollten gleich einem Globus sich dem einen Zentrum zuwenden, wie es bei den Arabern Brauch. Den Weisen sollte es eine Aufgabe sein, auch in Europa eine Gesellschaft zu schaffen, die genug an Gold und Edelsteinen habe, und es den Königen zu gebührendem Nutzen mitteile, wodurch auch die Regenten und die Gesellschaft erzogen würden, und die alles, was Gott dem Menschen zu wissen gab, wüssten und in Notfällen als der Heiden Abgötter danach gefragt werden könnten.

Gewiss, wir müssen bekennen, dass die Welt schon damals mit so großer Unruhe schwanger gegangen ist und an der Geburt gearbeitet hat, auch so unverdrossene rühmliche Helden hervorgebracht hat, die mit aller Gewalt durch die Finsternis und Barbarei hindurchgebrochen sind und uns Schwächeren nur nachzudrücken gelassen haben – die freilich die Spitze des Feuerdreiecks: Widder, Löwe, Schütze gewesen sind, dessen Flamme nunmehr umso heller leuchtet und gewisslich der Welt den letzten Brand entzünden wird.

Ein solcher Mann ist auch seinem Ruf nach Theophrastus Paracelsus gewesen, der zwar unserer Fraternität nicht beigetreten ist, aber das Liber M. (Liber Mundi, Buch der Natur) fleißig gelesen hat und seinen scharfen Geist daran entzündete.

Aber auch diesen Mann hat der Gelehrten und der Naseweise Überheblichkeit in seinem besten Lauf gehindert, sodass er seine Naturbetrachtung nicht auf friedliche Weise mit andern besprechen konnte, weshalb er in seinen Schriften eher der Fürwitzigen spottete, als dass er sich ganz zu durchschauen gab. Dennoch ist die angestrebte Harmonie bei ihm zu finden. Ohne Zweifel hätte er sie den Gelehrten mitgeteilt, da er sie größerer Erkenntnis statt nutzloser Fopperei für würdig fand, wie er denn selbst auch mit einem allzu freien und unachtsamen Leben seine Zeit verlor und die Welt ihrer törichten Freude überließ.

Damit wir aber unseres geliebten Vaters Bruder R.C. nicht vergessen: selbiger ist nach vielen mühseligen Reisen laut zuverlässigen Informationen wiederum nach Deutschland gezogen, welches er angesichts der reformatorischen Veränderungen und des (damit verbundenen) wunderlichen Kampfes herzlich lieb hatte.

Obwohl er mit seiner Kunst, besonders aber der Transmutation von Metallen, hätte Aufsehen erregen können, war ihm doch der Himmel und dessen Bürger, die Menschen, viel wichtiger als alle Pracht.

Er baute sich eine fügliche und saubere Wohnstätte, wo er seine Reisen und seine Philosophie zusammenfasste, und in ein gewisses “Memorial” brachte. In diesem Haus soll er eine gute Zeit mit der Mathematik zugebracht und viele schöne Instrumente – ex omnibus hujus artis partibus – angefertigt haben, davon uns nichts geblieben ist, wie wir nachfolgend vernehmen.

Nach fünf Jahren kam ihm die angestrebte Reformation abermals in den Sinn, und weil andere Hilfe oder Beistand versagte, er selbst aber hurtig und unverdrossen arbeitete, nahm er zu diesem Zweck einige Mitarbeiter zu sich. Er nahm derohalben aus seinem ersten Kloster, zu welchem er eine besondere Zuneigung trug, drei seiner Mitbrüder: G.V., Fr. I.A. und Fr. I.O., die mehr Kenntnis in den Künsten hatten, als viele ihrer Zeit. Diese drei verpflichtete er, recht zuverlässig, fleißig und verschwiegen zu sein, auch all das, wozu er sie anleitete, mit großer Gewissenhaftigkeit zu Papier zu bringen, damit die Nachwelt, der die Offenbarung bestimmt war, durch keine einzige Silbe oder Buchstabe betrogen würde.

So fing die Bruderschaft des R.C. zuerst mit vier Personen an.

Sie bedienten sich der magischen Sprache und Schrift mit einem weitläufigen Wortschatz, den wir noch heute zu Gottes Ehr und Ruhm gebrauchen und finden große Weisheit zu Gottes Ehre und Ruhm darin.

Sie verfassten den ersten Teil des Buches M.. Weil aber die Arbeit zu groß wurde und der unglaubliche Zulauf der Kranken sie sehr daran hinderte und auch ein neues, dem Heiligen Geist geweihtes Gebäude, “St. Spiritus” genannt, vollendet war, beschlossen sie, weitere Mitglieder in ihre Bruderschaft aufzunehmen. Hierzu wurden erwählt Fr. R.C., seines verstorbenen Vaters Bruder-Sohn, Fr. B. ein geschickter Maler, G.G. und P.D. ihre Schreiber, alles Deutsche bis auf I.A., sodass sie ihrer acht waren, alle ledigen Standes, die Jungfräulichkeit gelobt hatten. So sollte ein Volumen versammelt sein all dessen, was der Mensch sich wünschen, was er begehren, was er hoffen kann.

Obgleich wir freiwillig bekennen, dass sich die Welt innerhalb von hundert Jahren trefflich gebessert hat, sind wir doch gewiss, dass unsere Grundsätze unbeweglich werden bleiben bis an den Jüngsten Tag, und nichts wird die Welt auch in ihrem höchsten und letzten Alter von uns zu sehen bekommen; denn unsere “Rotae” nahmen ihren Anfang an dem Tag, da Gott sprach: “Fiat” (es werde), und sie enden, wenn er sprechen wird: “Pereat” (sie vergehe).

Doch Gottes Uhr schlägt alle Minuten, während unsere kaum ganze Stunden anzeigt. Wir glauben auch fest, dass unsere geliebten Väter und Brüder, wären sie in das jetzige helle Licht unserer Erkenntnis hineingeraten, so hätten sie dem Papst, Mohammed, den Schriftgelehrten, (Schein-) Künstlern und Sophisten besser in die Wolle gegriffen und ihr hilfreiches Gemüt nicht nur mit Seufzen und Wünschen deren Untergang herbeigewünscht.

Als nun diese acht Brüder alles dergestalt disponiert und ausgerichtet hatten, dass keine weitere Arbeit nötig war, und auch jeder einen vollkommenen Diskurs der heimlichen sowie offenbaren Philosophie hatte, wollten sie nicht länger beieinander bleiben, sondern, wie es gleich anfangs festgelegt war, verteilten sie sich in alle Lande, damit nicht nur insgeheim ihre Axiomata von den Gelehrten examiniert würden, sondern auch sie selbst, ob in dem einen oder anderen Land einige Beobachtungen einen Irrtum erbrächten, die sie einander berichten möchten

Ihre Abmachungen waren diese:

1. Keiner solle sich einer anderen Beschäftigung hingeben, als Kranke zu pflegen und zwar ganz umsonst.

2. Keiner soll genötigt sein, der Bruderschaft wegen eine bestimmte Kleidung zu tragen, sondern sich des Landes Art anpassen.

3. Ein jeder Bruder soll sich alle Jahre am C. Tag bei S. Spiritus einstellen oder seines Ausbleibens Ursache schicken.

4. Ein jeder Bruder soll sich nach einer tauglichen Person umsehen, die ihm gegebenenfalls nachfolgen kann.

5. Das Wort R.C. soll ihr Siegel, Losung und Charakter sein.

6. Die Bruderschaft soll 100 Jahre verschwiegen bleiben.

Auf diese sechs Artikel verlobten sie sich gegeneinander und so zogen die fünf Brüder davon. Allein die Brüder B. und D. blieben bei dem Vater Fr. R.C. ein Jahr lang. Als diese dann auch auszogen, blieb bei ihm sein Vetter und I.O., so dass er für die Tage seines Lebens immer zwei bei sich hatte.

Und wiewohl die Kirche noch ungesäubert war, wissen wir doch, was sie von ihr gehalten und worauf sie mit Verlangen warteten. Alle Jahre kamen sie mit Freuden zusammen und berichteten ausführlich von ihren Verrichtungen. Allda muss es lieblich gewesen sein, alle Wunder, die Gott in der Welt hin und wieder ausgestreuet, wahrhaftig und ohne Dichtungen anzuhören und zu erzählen.

Man darf es auch für gewiss halten, dass diese Personen von Gott und der ganzen himmlischen Schar zugerüstet, und von den weisesten Männern, die in etlichen Zeitaltern gelebt haben ihrer höchsten Einigkeit, größten Verschwiegenheit und möglichsten Guttätigkeit wegen unter sich selbst und unter andern auserlesen waren.

In solch löblichstem Wandel ging ihr Leben dahin. Und wiewohl ihre Leiber von aller Krankheit und Schmerzen befreit waren, konnten die Seelen den ihnen bestimmten Punkt der Auflösung nicht überschreiten.

Der erste aus dieser Fraternität war I.O.. Er starb in England, wie ihm Fr. C. lange zuvor gesagt hatte. Er war in der Kabbala sehr vollkommen und besonders gelehrt, wie sein Büchlein, “H.” genannt, bezeugt. In England weiß man viel von ihm zu sagen, besonders weil er einem jungen Grafen Norfolgt den Aussatz vertrieben.

Sie hatten beschlossen, dass so viel wie möglich ihre Begräbnisse verborgen blieben; wie wir darum heute auch nicht wissen, wo ihrer etliche geblieben, doch ist die Stelle eines jeden durch einen tauglichen Nachfolger besetzt worden.

Das wollen wir aber Gott zu Ehren öffentlich bekannt haben, was wir auch aus dem Buch M. heimlich erfahren haben. Wiewohl wir der ganzen Welt Bild und Gleichnis vor Augen haben können, so ist uns doch weder unser Unglück noch Sterbestündlein bewusst, das uns der große Gott vorenthält, weil ER uns in steter Bereitschaft haben will.

Davon jedoch ausführlicher in unserer “Confessio”, darin wir auch 37 Ursachen anzeigen, warum wir von jetzt an unsere Bruderschaft eröffnen und diese hohen Mysterien freiwillig, ungezwungen und ohne alle Belohnung anbieten. Auch versprechen wir mehr Gold, als der König von Spanien aus den beiden Indien beibringt; denn Europa geht schwanger und wird ein starkes Kind gebären. Das muss eines großen Gevatters Geld haben.

Nach dem Tod von O. feierte Fr. R.C. nicht, sondern berief die andern, sobald er mochte, zusammen, und es will uns schier dünken, damals möchte sein Grab erst gemacht worden sein.

Obwohl wir Jüngeren bisher gar nicht wussten, wann unser geliebter Vater R.C. gestorben ist und mehr nicht hatten als bloß die Namen der Begründer, samt der Nachfolger bis auf uns, so wussten wir uns doch auch noch eines Geheimnisses zu erinnern, das A., des D. Nachfolger, – der letzte aus der anderen Generation, der mit vielen von uns noch gelebt hat – durch verborgene Reden über das Thema der hundert Jahre, uns, der dritten Generation, anvertraut hat.

Sonst müssen wir bekennen, dass nach dem Tod von A. keiner von uns das wenigste von R.C. und seinen ersten Mitbrüdern gewusst hat, außer dem, was in unserer philosophischen Bibliothek von ihnen vorhanden gewesen ist. Darunter befindet sich das vornehmste unserer Axiomata, die “Rotae Mundi”, als das kunstfertigste und “Protus” (Proteus), das nützlichste, wie wir meinen. Wir wissen jedoch nicht gewiss, ob wir von der andern Generation über die gleiche Weisheit verfügten, wie die ersten, die zu allem Zugang hatten.

Es soll aber der großgünstige Leser nochmals daran erinnert sein, dass, was wir jetzt von des Fr. R.C. Begräbnisstätte nicht nur erfahren haben, sondern es auch hiermit öffentlich kundtun, nun auch von Gott dazu ermächtigt und beauftragt sind. Dem kommen wir in solcher Treue nach, dass, wo man mit Bescheidenheit und christlicher Antwort uns wiederum wird begegnen, wir uns nicht scheuen wollen, unsere Taufe, Entwicklung, unsere Zusammenkünfte und was immer man von uns begehren wird, im offenen Druck zu veröffentlichen.

So ist nun die Wahrheit und der gründliche Bericht über den hocherleuchteten Mann Gottes Fr. C.R.C. diese:

Nachdem A. in Gallia Narbonesi selig verschieden, kam an seiner Statt unser geliebter Bruder N. N.. Dieser, als er sich bei uns eingestellt und den ehrwürdigen Treu- und Schweigeeid abgelegt, berichtete er uns im Vertrauen, dass ihn A. vertröstet hätte, diese Fraternität würde in kurzem nicht mehr so geheim, sondern im ganzen Vaterland deutscher Nation hilfreich, notwendig und berühmt sein, und dessen brauche er sich in seinem Stand am wenigsten zu schämen.

Im folgenden Jahr, als er schon seine Schulung abgeschlossen und die Gelegenheit hatte, zu verreisen, wohl ausgerüstet mit Fortunatus Säckel, gedachte er, der ein guter Baumeister war, an diesem Gebäude etwas zu verändern und füglicher anzurichten.

Bei dieser Reparatur stieß er auch auf die Gedächtnistafel, die aus Messing gegossen und einen jeden Namen der Bruderschaft samt wenigen anderen Angaben enthielt. Diese Tafel wollte er in ein anderes, geeigneteres Gewölbe versetzen denn, wo und wann Fr. R.C. gestorben und in welchem Land er begraben sein mochte, wurde uns von den Alten vorenthalten und war uns unbewusst.

Die Tafel hing nun an einem großen, starken Nagel, weshalb er mit Gewalt herausgezogen wurde und so einen ziemlich großen Stein von einem dünnen Gemäuer über einer verborgenen Tür mit sich nahm und so die Tür unverhofft entdeckt wurde, weswegen wir mit Freude und Verlangen das übrige Gemäuer hinwegräumten und die Tür säuberten, daran gleich oben mit großen Buchstaben geschrieben stand:

POST CXX ANNOS PATEBO
(Nach 120 Jahren werde ich offenbar)

samt der alten Jahreszahl darunter, wofür wir Gott dankten und die selbige Sache abends ruhen ließen, weil wir uns erst in unserer Rota wollten ersehen. Zum drittenmal berufen wir uns auf unsere Confessio, denn was wir hier offenbaren, geschieht den Würdigen zum Nutzen, den Unwürdigen soll es, will’s Gott, wenig frommen.

Denn gleich, wie unsere Tür sich nach so vielen Jahren in wunderbarer Weise eröffnet, also soll auch für Europa eine Tür aufgehen, wenn das Gemäuer weg ist; eine Tür, die sich schon sehen lässt und von nicht wenigen mit Begierde erwartet wird.

Des Morgens eröffneten wir die Tür und fanden ein Gewölbe mit sieben Seiten und Ecken, jede fünf Schuh lang, bei einer Höhe von acht Schuh. Dieses Gewölbe, obwohl es nie von der Sonne beschienen wurde, leuchtete doch hell, von einer anderen Sonne, die dieses Licht der Sonne “abgelernet”, und stand zuoberst in der Mitte der Bühne. In ihrer Mitte war anstatt eines Grabsteins ein runder Altar mit einer Messingplatte, darauf diese Schrift:

A.C.R.C.
hoc universi compendium vivus mihi sepulchrum feci

(Dies Kompendium des Alls habe ich mir zu meinen Lebzeiten zum Grabmal
gemacht.)

Um den ersten Reif oder Rand herum stand:
Jesus mihi omnia

(Jesus ist mir alles.)

In der Mitte waren vier Figuren von einem Kreis umschlossen, dessen Umschrift lautete:

1. Nequaquam vacuum – nirgends Leere,
2. Legis jugum – Joch des Gesetzes,
3. Libertas Evangelii – Freiheit des Evangeliums,
4. Dei gloria intacta – Gottes uneingeschränkter Ruhm.

Dies ist alles klar und lauter, wie auch die sieben Seiten und die zweimal sieben Triangel. Wir knieten allzumal nieder und dankten dem allein weisen, allein mächtigen, allein ewigen Gott, der uns mehr gelehrt als alle menschliche Vernunft könnte erfinden. Gelobt sei sein Name!

Dieses Gewölbe teilten wir auf in drei Teile: die Bühne oder Himmel, die Wand oder Seiten, den Boden oder Pflaster. Von dem Himmel werdet ihr diesmal von uns nicht mehr vernehmen, außer, dass er nach den sieben Seiten in dem lichten Zentrum im Triangel geteilt ist. Was aber hierinnen, das sollen – so Gott will – eure, das Heil erwartenden Augen selbst sehen. Es war jede in zehn quadratische Felder abgeteilt, jede mit seinen Figuren und Worten, wie sie hier in unserem Büchlein “Concentratum” aufs fleißigste und getreueste umrissen und niedergelegt.

Der Boden ist auch wieder im Triangel abgeteilt. Aber weil hier des unteren Regenten Herrschaft und Gewalt beschrieben ist, lässt sich solches nicht der fürwitzigen, gottlosen Welt zum Missbrauch darbieten, was vom Himmel her zu verstehen ist.

Er tritt der alten bösen Schlange ohne Scheu und Schaden auf den Kopf, wozu sich unser Zeitalter gar wohl schicket. Eine jede der Seiten hatte eine Tür zu einem Kasten, darinnen unterschiedliche Sachen lagen, besonders all unsere Bücher, so wir sonsten auch hatten, samt dem Vokabular des Theophrastus von Hohenheim (Paracelsus), und denen, so wir bereits täglich ohne Falsch mitteilen. Hierinnen fanden wir auch sein Tagebuch und seine Lebensbeschreibung, daraus dieses meistenteils genommen ist. In einem anderen Kasten waren Spiegel von mancherlei Tugend, anderswo Glöcklein, brennende Ampeln, besonders etliche wunder-künstliche Gesänge – allgemein alles darauf gerichtet, dass auch nach vielen hundert Jahren, wenn der ganze Orden oder Bruderschaft sollte zugrunde gehen, durch den Inhalt dieses Gewölbes wieder zu erneuern wäre.

Noch hatten wir den Leichnam unseres sorgfältigen und klugen Vaters nicht gesehen, darum rückten wir den Altar beiseite. Da ließ sich eine starke Messingplatte aufheben, darunter befand sich ein schöner und ruhmwürdiger Leib, unversehrt und ohne alles Verwesen, wie derselbe hier aufs genaueste in vollem Ornat und angelegten Stücken abgebildet zu sehen ist. In der Hand hielt er ein Büchlein, auf Pergament mit Gold geschrieben, T. genannt, welches nunmehr nach der Bibel unser höchster Schatz und billig so leicht nicht soll der Welt-Zensur unterworfen werden. Am Ende dieses Büchleins steht folgendes Wort:

Granum pectori Jesu insitum

(Hier folgt ein lateinischer Text, der übersetzt lautet:)

“Das dem Herzen Jesu eingepflanzte Samenkorn, C. Ros. c. stammte aus vornehmer und erleuchteter Familie, der Mann seines Jahrhunderts, von göttlicher Offenbarung.

Durch subtilste Imagination, durch unermüdliche Arbeit fand er den Zugang zu den himmlischen und menschlichen Mysterien und Geheimnissen. Er behütete seinen mehr als königlichen Schatz, den er auf seinen Reisen durch Arabien und Afrika gesammelt hatte, der aber seinem Jahrhundert noch unzugänglich war, für spätere Generationen, bis er wieder ausgegraben würde, setzte treue und engverbundene Erben ein über seine Künste und seinen Namen, erbaute eine ›Kleine Welt‹, die in allen Bewegungen der ›Großen Welt‹ entsprach und schuf schließlich ein Kompendium aller vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Geschehnisse.

Dann gab er, von niemandem gedrängt, einzig vom Geiste Gottes gerufen, seine erleuchtete Seele dem Schöpfer zurück, unter den Umarmungen und Abschiedsküssen seiner Brüder. Obwohl er mehr als hundert Jahre alt geworden war, hatte er dennoch nie Krankheit an seinem Leibe erfahren, noch an anderen geduldet. Er war unser geliebtester Vater, sanftester Bruder, treuester Meister und lauterster Freund. Hier ist er von den Seinen für 120 Jahre den Augen der Welt entzogen worden.”

Zuunterst hatten sich unterschrieben.
1. Pr. A. Fr. ch. electione fraternitatis caput
2. Pr. G.V.M.P.G.
3. Pr. R.C. junior haeres S. Spiritus
4. Fr. F.B.M.P.A. pictor et archi
5. Pr. G. G. M. P. I. Cabalista. D

Die zweite Runde:
1. Fr. P. A. Successor, Fr. I.O. Mathematicus
2. Fr. A. Successor, Fr. P.D.
3. Fr. R. Successor patris c. R. e. cum Christo triumphantis

Am Ende steht:

Ex deo nascimur, in Jesu morimur, per spiritum reviviscimus.

(Aus Gott werden wir geboren, in Jesu sterben wir, durch den Geist werden wir wiedergeboren.)

Es waren damals schon Br. O. und Br. D. verschieden gewesen; wo ist nun ihre Begräbnisstätte zu finden? – Wir zweifeln aber gar nicht daran, es wurde der alte Bruder-Senior als etwas Besonderes in die Erde gelegt oder vielleicht auch verborgen. Wir hoffen auch, es soll dies unser Beispiel andere erwecken, fleißiger ihre Namen, die wir darum eröffnet haben, zu erfragen und deren Begräbnisstätten zu suchen, denn die meisten sind wegen ihrer Medizin noch unter den uralten Leuten bekannt und sie werden gerühmt. So möchte vielleicht unser Schatz gemehrt oder zum wenigsten besser erläutert werden.

Den “minutum mundum” betreffend (die kleine Welt des Menschen), so fanden wir den in einem anderen Altärlein verwahrt, gewiss schöner als ihn ein verständiger Mensch sich vorstellen könnte. Den lassen wir hier unbeschrieben, bis uns auf diese unsere treuherzige Fama, vertraulich geantwortet wird. Also haben wir die Platten wieder darüber gelegt, den Altar daraufgestellt, die Türe wieder verschlossen und mit unser aller Siegel gesichert. Darüberhinaus sind aus Anleitung und Befehl unseres Rotae, etliche Büchlein, darunter auch die M. hoh, die anstatt etlicher Hausarbeit von dem lieblichen M.P. gedichtet worden, zum Vorschein gekommen.

Endlich sind wir, unserer Gewohnheit gemäß, wieder voneinander gezogen und haben den natürlichen Erben den Besitz unserer Kleinodien gelassen, und warten also ab, was uns von Gelehrten und Ungelehrten für ein Bescheid, Urteil oder Kritik werde erfolgen.

Wiewohl wir nun wohl wissen, dass es bei weitem noch nicht an dem ist, dass trotz unserem Verlangen und der Hoffnung anderer, mit der allgemeinen Reformation der göttlichen und menschlichen Dinge genug geschehe.

Denn es ist doch nicht unbillig, dass, ehe die Sonne aufgeht, sie zuvor ein hell oder dunkel Licht in den Himmel bringt und unterdessen etliche wenige, die sich melden werden, zusammentreten, um unsere Fraternität mit der Zahl und mit dem Ansehen des gewünschten, und von Pr. C. vorgeschriebenen philosophischen Canons einen glücklichen Anfang zu machen, oder auch mit uns unsere Schätze, die uns nimmermehr ausgehen können, in Demut und Liebe zu genießen, um die Mühsamkeit dieser Welt zu überzuckern und mit den Wunderwerken Gottes nicht also blind umzugehen.

Damit aber auch ein jeder Christ wisse, wes Glaubens und Vertrauens wir Leute seien, so bekennen wir uns zur Erkenntnis Jesu Christi, wie dieselbe zu dieser letzten Zeit besonders in Deutschland hell und klar ausgegangen und noch heutzutage – abgesehen von Schwärmern, Ketzern und falschen Propheten – in bestimmten Ländern erhalten, bestritten und propagiert wird. Wir genießen auch zweier Sakramente, wie sie mit allen Phrasen und den Zeremonien der ersten renovierten Kirche angesetzt wurden. In politischer Hinsicht erkennen wir das Römische Reich und die Quartam Monarchiam als unser und der Christen Oberhaupt an.

Wiewohl wir nun wohl wissen, welche Veränderungen bevorstehen und dieselben anderen Gottesgelehrten herzlich gerne mitteilen wollen, ist dies unsere Handschrift, welche wir in Händen haben. Und es wird uns auch ihretwegen kein Mensch ohne den einigen Gott vogelfrei machen und den Unwürdigen zu gebrauchen geben. Wir werden aber aus gutem Grund verborgene Hilfe tun, je nachdem es Gott erlaubet oder verwehret.

Denn unser Gott ist nicht blind wie der Heiden Fortuna, sondern der Kirche Schmuck und des Tempels Ehre. Unsere Philosophie ist nichts Neues, sondern so, wie sie Adam nach seinem Fall erhalten und wie Mose und Salomo sie geübt haben. Folglich soll sie nicht viel Zweifeln und andere Meinungen widerlegen, weil die Wahrheit einig, einfach und ihr selbst immerdar gleich ist, besonders aber mit Jesus – ex omni parte – in allen Gliedern übereinstimmt geradeso, wie er des Vaters Ebenbild und also sie sein Abbild ist.

Deshalb soll es nicht heißen: In philosophischer Hinsicht ist etwas wahr, in theologischer hingegen falsch, sondern: worauf Plato, Aristoteles, Pythagoras und andere gründen und worauf Henoch, Abraham, Mose, Salomo den Ausschlag geben, besonders wo das große Wunderbuch der Bibel mitbestimmend ist, da kommt es zusammen und wird eine Sphäre oder Globus, dessen allgemeine Teile vom Zentrum gleich weit entfernt sind, wovon in christlicher Konferenz weiter ausführlich gesprochen wird.

Was aber zu unserer Zeit das gottlose und verfluchte Goldmachen anbelangt, das so sehr überhand genommen hat, so ist zu sagen, dass viele verlaufene henkermäßige Lecker eine große Büberei damit treiben, und vieler Leute Fürwitz und Glauben zu Missbrauch anleiten, sodass auch selbst bescheidene Personen nun dafürhalten, dass die Verwandlung der Metalle höchster Zweck und Ziel der Philosophie wäre, um die es allein ginge, und derjenige Gott besonders lieb sein müsse, wenn er möglichst große Goldmassen und Klumpen machen könne.

Daher sie mit unbedachten Bitten oder Herzeleiden säuerlich in die Welt sehen und hoffen, den allwissenden herzenskundigen Gott zu bereden.

So bezeugen wir hiermit öffentlich, dass solches falsch und es mit den wahren Philosophen also beschaffen ist, dass ihnen Gold zu machen ein Geringes und nur eine Nebenwirkung ist, desgleichen sie wohl noch etliche tausend bessere Stücklein haben.

Und mit unserem lieben Vater C.R.C. sagen wir: Was soll das viele Gold, denn welchem die ganze Natur offen steht, der freut sich nicht, dass er Gold machen kann oder, wie Christus sagt, ihm die Teufel gehorsam seien, sondern dass er den Himmel offen sieht und die Engel Gottes auf- und absteigen und dass sein Name eingeschrieben steht im Buch des Lebens.

Wir bezeugen auch, dass unter dem Namen der “Chymia” Bücher und Figuren herausgekommen sind, die die Glorie Gottes beleidigen. Zu gegebener Zeit wollen wir solche benennen und den reinen Herzen einen entsprechenden Katalog mitteilen.

Und wir bitten alle Gelehrten, auf dergleichen Bücher gute Sorge zu haben, denn der Feind unterlässt es nicht, Unkraut zu säen, bis es ihm ein Stärkerer vertreibt.

Deshalb ersuchen wir nach des Br. C.R.C. Meinung, wir, seine Brüder, nochmals alle Gelehrten in Europa, die diese in fünf Sprachen verbreitete Fama samt der lateinischen Confessio lesen werden, dass sie mit wohlbedachtem Gemüt diese unsere Bitte erwägen, ihre Künste aufs genaueste und gründlichste überprüfen, die gegenwärtige Zeit mit allem Fleiß beobachten und dann ihre Bedenken entweder in einem gemeinsamen Konzil oder in gesondertem Druck uns eröffnen.

Denn, obwohl weder wir noch unsere Versammlung uns zur Zeit benennet, so soll doch gewisslich eines jeden Urteil, in welcher Sprache es auch sei, uns zukommen. Es soll auch keinem, der seinen Namen angeben wird, ein Nachteil erwachsen, wenn er sich mit unsereinem entweder mündlich oder, falls ihm dies bedenklich erscheint, schriftlich austauscht.

Dies sagen wir und versichern, dass, wer es ernstlich und herzlich mit uns meinen wird, der soll an Gut, Leib und Seele keinen Schaden nehmen.

Wo aber ein Herz falsch oder nur auf’s Geld ausgerichtet ist, der wird zwar nicht uns Schaden bringen, sich aber in das höchste und äußerste Verderben stürzen. Es soll auch unser Gebäude, selbst wenn es hunderttausend Menschen von nahe gesehen hätten, der gottlosen Welt in Ewigkeit unzugänglich, unzerstört, unbesichtigt und gar wohl verborgen bleiben.

SUB UMBRA ALARUM TUARUM JEHOVA

(Unter dem Schatten deiner Flügel, Jehova.)

Fama Fraternatitus 1887 - English

Translated into English by Thomas Vaughan (aka Eugenius Philalethes) in 1652, the following comes from The Real History of the Rosicrucians, by Arthur Edward Waite, 1887.

Fama Fraternitatis

or
A Discovery of the Fraternity of the most Laudable
Order of the Rosy Cross

Seeing the only wise and merciful God in these latter days hath poured out so richly His mercy and goodness to mankind, whereby we do attain more and more to the perfect knowledge of his Son Jesus Christ and of Nature, that justly we may boast of the happy time, wherein there is not only discovered unto us the half part of the world, which was heretofore unknown and hidden, but He hath also made manifest unto us many wonderful, and never-heretofore seen works and creatures of Nature, and, moreover, hath raised men, imbued with great wisdom, who might partly renew and reduce all arts (in this our spotted and imperfect age) to perfection, so that finally man might thereby understand his own nobleness and worth, and why he is called Microcosmus, and how far his knowledge extendeth in Nature.

Although the rude world herewith will be but little pleased, but rather smile and scoff thereat; also the pride and covetousness of the learned is so great, it will not suffer them to agree together; but were they united, they might, out of all those things which in this our age God doth so richly bestow upon us, collect Librum Naturae, or, a Perfect Method of all Arts. But such is their opposition that they still keep, and are loth to leave, the old course, esteeming Porphyry, Aristotle, and Galen, yea, and that which hath but a mere show of learning, more than the clear and manifested Light and Truth. Those, if they were now living, with much joy would leave their erroneous doctrines; but here is too great weakness for such a great work. And although in Theologie, Physic, and Mathematic, the truth doth oppose it itself, nevertheless, the old Enemy, by his subtilty and craft, doth shew himself in hindering every good purpose by his instruments and contentious wavering people.

To such an intention of a general reformation, the most godly and highly-illuminated Father, our Brother, C.R.C., a German, the chief and original of our Fraternity, hath much and long time laboured, who, by reason of his poverty (although descended of noble parents) in the fifth year of his age was placed in a cloyster, where he had learned indifferently the Greek and Latin tongues, and (upon his earnest desire and request), being yet in his growing years, was associated to a Brother, P.A.L., who had determined to go to the Holy Land. Although this Brother died in Ciprus, and so never came to Jerusalem, yet our Brother C.R.C. did not return, but shipped himself over, and went to Damasco, minding from thence to go to Jerusalem. But by reason of the feebleness of his body he remained still there, and by his skill in physic he obtained much favour with the Turks, and in the meantime he became acquainted with the Wise Men of Damcar in Arabia, and beheld what great wonders they wrought, and how Nature was discovered unto them.

Hereby was that high and noble spirit of Brother C.R.C. so stirred up, that Jerusalem was not so much now in his mind as Damasco; also he could not bridle his desires any longer, but made a bargain with the Arabians, that they should carry him for a certain sum of money to Damcar.

He was but of the age of sixteen years when he came thither, yet of a strong Dutch constitution. There the Wise Men received him not as a stranger (as he himself witnesseth), but as one whom they had long expected; they called him by his name, and shewed him other secrets out of his cloyster, whereat he could not but mightily wonder.

He learned there better the Arabian tongue, so that the year following he translated the book M into good Latin, which he afterwards brought with him. This is the place where he did learn his Physick and his Mathematicks, whereof the world hath much cause to rejoice, if there were more love, and less envy.

After three years he returned again with good consent, shipped himself over Sinus Arabicus into Egypt, where he remained not long, but only took better notice there of the plants and creatures. He sailed over the whole Mediterranean Sea for to come unto Fez, where the Arabians had directed him.

And it is a great shame unto us that wise men, so far remote the one from the other, should not only be of one opinion, hating all contentious writings, but also be so willing and ready, under the seal of secrecy to impart their secrets to others. Every year the Arabians and Africans do send one to another, inquiring one of another out of their arts, if happily they had found out some better things, or if experience had weakened their reasons. Yearly there came something to light whereby the Mathematics, Physic, and Magic (for in those are they of Fez most skilful) were amended. There is now-a-days no want of learned men in Germany, Magicians, Cabalists, Physicians, and Philosophers, were there but more love and kindness among them, or that the most part of them would not keep their secrets close only to themselves.

At Fez he did get acquaintance with those which are commonly called the Elementary inhabitants, who revealed unto him many of their secrets, as we Germans likewise might gather together many things, if there were the like unity, and desire of searching out secrets amongst us.

Of these of Fez he often did confess, that their Magia was not altogether pure, and also that their Cabala was defiled with their Religion; but, notwithstanding he knew how to make good use of the same, and found still more better grounds of his faith, altogether agreeable with the harmony of the whole world, and wonderfully impressed with all the periods of time. Thence proceedeth that fair Concord, that as in every several kernel is contained a whole good tree or fruit, so likewise is included in the little body of man, the whole great world, whose religion, policy, health, members, nature, language, words and works, are agreeing, sympathizing, and in equal tune and melody with God, Heaven and Earth; and that which is disagreeing with them is error, falsehood, and of the devil, who alone is the first, middle, and last cause of strife, blindness, and darkness in the world. Also, might one examine all and several persons upon the earth, he should find that which is good and right, is always agreeing with itself; but all the rest is spotted with a thousand erroneous conceits.

After two years Brother R.C.. departed the city of Fez, and sailed with many costly things into Spain, hoping well as he himself had so well and so profitably spent his time in his travel, that the learned in Europe would highly rejoice with him, and begin to rule and order all their studies according to those sure and sound foundations. He therefore conferred with the learned in Spain, shewing unto them the errors of our arts, and how they might be corrected, and from whence they should gather the true Inditia of the times to come, and wherein they ought to agree with those things that are past; also how the faults of the Church and the whole Philosophia Moralis were to be amended. He shewed them new growths, new fruits, and beasts, which did concord with old philosophy, and prescribed them new Axiomata, whereby all things might fully be restored. But it was to them a laughing matter; and being a new thing unto them, they feared that their great name would be lessened, if they should now again begin to learn and acknowledge their many years’ errors, to which they were accustomed, and wherewith with they had gained them enough. Who so loveth unquietness, let him be reformed (they said). The same song was also sung to him by other Nations, the which moved him the more because it happened to him contrary to his expectation, being then ready bountifully to impart all his arts and secrets to the learned, if they would have but undertaken to write the true and infallible Axiomata, out of all faculties, sciences, and arts, and whole nature, as that which he knew would direct them, like a globe or circle, to the onely middle point and centrum, and (as is usual among the Arabians) it should only serve to the wise and learned for a rule, that also there might be a society in Europe, which might have gold, silver, and precious stones, sufficient for to bestow them on kings, for their necessary uses and lawful purposes, with which [society] such as be governors might be brought up for to learn all that which God hath suffered man to know, and thereby to he enabled in all times of need to give their counsel unto those that seek it, like the Heathen Oracles.

Verily we must confess that the world in those days was already big with those great commotions, labouring to be delivered of them, and did bring forth painful, worthy men, who broke with all force through darkness and barbarism, and left us who succeeded to follow them. Assuredly they have been the uppermost point in Trygono igneo, whose flame now should be more and more bright, and shall undoubtedly give to the world the last light.

Such a one likewise hath Theophrastus been in vocation and callings, although he was none of our Fraternity, yet nevertheless hath he diligently read over the Book M, whereby his sharp ingenium was exalted; but this man was also hindered in his course by the multitude of the learned and wise-seeming men, that he was never able peaceably to confer with others of the knowledge and understanding he had of Nature. And therefore in his writing he rather mocked these busie bodies, and doth not shew them altogether what he was; yet, nevertheless, there is found with him well grounded the afore-named Harmonia, which without doubt he had imparted to the learned, if he had not found them rather worthy of subtle vexation, than to be instructed in greater arts and sciences. He thus with a free and careless life lost his time, and left unto the world their foolish pleasures.

But that we do not forget our loving Father, Brother C.R., he after many painful travels, and his fruitless true instructions, returned again into Germany, the which he heartily loved, by reason of the alterations which were shortly to come, and of the strange and dangerous contentions. There, although he could have bragged with his art, but specially of the transmutations of metals, yet did he esteem more Heaven, and men, the citizens thereof, than all vain glory and pomp.

Nevertheless, he builded a fitting and neat habitation, in the which he ruminated his voyage and philosophy, and reduced them together in a true memorial. In this house he spent a great time in the mathematics, and made many fine instruments, ex omnibus hujus artis partibus, whereof there is but little remaining to us, as hereafter you shall understand.

After five years came again into his mind the wished for Reformation; and in regard [of it] he doubted of the ayd and help of others, although he himself was painful, lusty, and unwearisom; howsoever he undertook, with some few adjoyned with him, to attempt the same. Wherefore he desired to this end, to have out of his first cloister (to the which he bare a great affection) three of his brethren, Brother G.V., Brother I.A., and Brother I.O., who had some more knowledge of the arts than in that time many others had. He did bind those three unto himself, to be faithful, diligent, and secret; as also to commit carefully to writing all that which he should direct and instruct them in, to the end that those which were to come, and through especial revelation should be received into this Fraternity, might not be deceived of the least sillable and word.

After this manner began the Fraternity of the Rosie Cross–first, by four persons only, and by them was made the magical language and writing, with a large dictionary, which we yet dayly use to God’s praise and glory, and do find great wisdom therein. They made also the first part of the Book M, but in respect that that labour was too heavy, and the unspeakable concourse of the sick hindered them, and also whilst his new building (called Sancti Spiritus) was now finished, they concluded to draw and receive yet others more into their Fraternity. To this end was chosen Brother R.C., his deceased father’s brother’s son; Brother B., a skilful painter; G.G., and and P.D., their secretary, all Germains except I.A. so in all they were eight in number, all bachelors and of vowed virginity; by whom was collected a book or volumn of all that which man can desire, wish, or hope for.

Although we do now freely confess that the world is much amended within an hundred years, yet we are assured that our Axiomata shall immovably remain unto the world’s end, and also the world in her highest and last age shall not attain to see anything else; for our Rota takes her beginning from that day when God spake Fiat and shall end when he shall speak Pereat; yet God’s clock striketh every minute, where ours scarce striketh perfect hours. We also steadfastly beleeve, that if our Brethren and Fathers had lived in this our present and clear light, they would more roughly have handled the Pope, Mahomet, scribes, artists, and sophisters, and showed themselves more helpful, not simply with sighs and wishing of their end and consummation.

When now these eight Brethren had disposed and ordered all things in such manner, as there was not now need of any great labour, and also that everyone was sufficiently instructed and able perfectly to discourse of secret and manifest philosophy, they would not remain any longer together, but, as in the beginning they had agreed, they separated themselves into several countries, because that not only their Axiomata might in secret be more profoundly examined by the learned, but that they themselves, if in some country or other they observed anything, or perceived some error, they might inform one another of it

Their agreement was this:

First, That none of them should profess any other thing than to cure the sick, and that gratis.

Second, None of the posterity should be constrained to wear one certain kind of habit, but therein to follow the custom of the country.

Third, That every year upon the day C., they should meet together in the house Sancti Spiritus, or write the cause of his absence.

Fourth, Every Brother should look about for a worthy person, who, after his decease, might succeed him.

Fifth, The word R.C. should be their seal, mark, and character.

Sixth, The Fraternity should remain secret for one hundred years.

These six articles they bound themselves one to another to keep; five of the Brethren departed, only the Brethren B. and D. remained with the Father, Brother R. C., a whole year. When these likewise departed, then remained by him his cousen and Brother I.O. so that he hath all the days of his life with him two of his Brethren. And although that as yet the Church was not cleansed, nevertheless, we know that they did think of her, and what with longing desire they looked for. Every year they assembled together with joy, and made a full resolution of that which they had done. There must certainly have been great pleasure to hear truly and without invention related and rehearsed all the wonders which God had poured out here and there through the world. Everyone may hold it out for certain, that such persons as were sent, and joyned together by God, and the Heavens, and chosen out of the wisest of men, as have lived in many ages, did live together above all others in highest unity, greatest secrecy, and most kindness one towards another.

After such a most laudable sort they did spend their lives, but although they were free from all diseases and pain, yet, notwithstanding, they could not live and pass their time appointed of God. The first of this Fraternity which dyed, and that in England, was I.O., as Brother C. long before had foretold him; he was very expert, and well learned in Cabala, as his book called H. witnesseth. In England he is much spoken of; and chiefly because he cured a young Earl of Norfolk of the leprosie. They had concluded, that, as much as possibly could be, their burial place should be kept secret, as at this day it is not known unto us what is become of some of them, yet everyone’s place was supplied with a fit successor. But this we will confess publickly by these presents, to the honour of God, that what secrets soever we have learned out of the Book M, although before our eyes we behold the image and pattern of all the world, yet are there not shewn unto us our misfortunes, nor hour of death, the which only is known to God himself, who thereby would have us keep in a continual readiness. But hereof more in our Confession, where we do set down thiry-seven reasons wherefore we now do make known our Fraternity, and proffer such high mysteries freely, without constraint and reward. Also we do promise more gold than both the Indies bring to the King of Spain; for Europe is with child and will bring forth a strong child, who shall stand in need of a great godfather’s gift.

After the death of I.O., Brother R.C. rested not, but, as soon as he could, called the rest together, and then, as we suppose, then his grave was made, although hitherto we (who were the latest) did not know when our loving Father R.C. died, and had no more but the bare names of the beginners, and all their successors to us. Yet there came into our memory a secret, which through dark and hidden words, and speeches of the hundred years, Brother A., the successor of D. (who was of the last and second row and succession, and had lived amongst many of us), did impart unto us of the third row and succession; otherwise we must confess, that after the death of the said A. none of us had in any manner known anything of Brother C.R., and of his first fellow-brethren, than that which was extant of them in our philosophical Bibliotheca, amongst which our Axiomata was held for the chiefest, Rota Mundi for the most artificial, and Protheus the most profitable. Likewise, we do not certainly know if these of the second row have been of the like wisdom as the first, and if they were admitted to all things.

It shall be declared hereafter to the gentle reader, not only what we have heard of the burial of Brother R.C., but also it shall be made manifest publicly, by the foresight, sufferance, and commandment of God, whom we most faithfully obey, that if we shall be answered discreetly and Christian-like, we will not be ashamed to set forth publickly in print our names and surnames, our meetings, or anything else that may be required at our hands.

Now, the true and fundamental relation of the finding out of the high-illuminated man of God, Fra: C.R.C., is this:– After that A. in Gallia Narbonensis was deceased, then succeeded in his place our loving Brother N.N. This man after he had repaired unto us to take the solemn oath of fidelity and secresy, informed us bona fide, that A. had comforted him in telling him, that this Fraternity should ere long not remain so hidden, but should be to all the whole German nation helpful, needful, and commendable, of the which he was not in anywise in his estate ashamed. The year following, after he had performed his school right, and was minded now to travel, being for that purpose sufficiently provided with Fortunatus’ purse, he thought (he being a good architect) to alter something of his building, and to make it more fit. In such renewing, he lighted upon the Memorial Table, which was cast of brasse, and containeth all the names of the Brethren, with some few other things. This he would transfer in another more fitting vault, for where or when Brother R.C. died, or in what country he was buried, was by our predecessors concealed and unknown to us. In this table stuck a great nail somewhat strong, so that when it was with force drawn outn it took with it an indifferent big stone out of the thin wall or plastering of the hidden door, and so unlooked for uncovered the door, whereat we did with joy and longing throw down the rest of the wall and cleared the door, upon which was written in great letters–

Post CXX Annos Patebo,

with the year of the Lord under it. Therefore we gave God thanks, and let it rest that same night, because first we would overlook our Rota–but we refer ourselves again to the Confession, for what we here publish is done for the help of those that are worthy, but to the unworthy, God willing, it will be small profit. For like as our door was after so many years wonderfully discovered, also there shall be opened a door to Europe (when the wall is removed), which already doth begin to appear, and with great desire is expected of many.

In the morning following we opened the door, and there appeared to our sight a vault of seven sides and corners, every side five foot broad, and the height of eight foot. Although the sun never shined in this vault, nevertheless, it was enlightened with another sun, which had learned this from the sun, and was situated in the upper part in the center of the sieling. In the midst, instead of a tomb-stone, was a round altar, covered with a plate of brass, and thereon this engraven:–

A.C.R.C. Hoc universi compendium unius mihi sepulchrum feci.

Round about the first circle or brim stood,

Jesus mihi omnia

In the middle were four figures, inclosed in circles, whose circumscription was,

1. Nequaquam Vacuum
2. Legis Jugum

3. Libertas Evangelii

4. Dei Gloria Intacta

This is all clear and bright, as also the seventh side and the two heptagons. So we kneeled down together, and gave thanks to the sole wise, sole mighty and sole eternal God, who hath taught us more than all men’s wits could have found out, praised be His holy name. This vault we parted in three parts, the upper part or sieling, the wall or side, the ground or floor. Of the upper part you shall understand no more at this time, but that it was divided according to the seven sides in the triangle, which was in the bright center; but what therein is contained you (that are desirous of our society) shall, God willing, behold the same with your own eyes. Every side or wall is parted into ten squares, every one with their several figures and sentences, as they are truly shown and set forth concentratum here in our book. The bottom again is parted in the triangle, but because therein is described the power and the rule of the Inferior Governors, we leave to manifest the same, for fear of the abuse by the evil and ungodly world. But those that are provided and stored with the Heavenly Antidote, do without fear or hurt, tread on and bruise the head of the old and evil serpent, which this our age is well fitted for. Every side or wall had a door or chest, wherein there lay divers things, especially all our books, which otherwise we had, besides the Vocabulario of Theophrastus Paracelsus of Hohenheim, and these which daily unfalsifieth we do participate. Herein also we found his Itinerarium and Vita, whence this relation for the most part is taken. In another chest were looking-glasses of divers virtues, as also in another place were little bells, burning lamps, and chiefly wonderful artificial songs–generally all was done to that end, that if it should happen, after many hundred years the Fraternity should come to nothing, they might by this only vault be restored again.

Now, as we had not yet seen the dead body of our careful and wise Father, we therefore removed the altar aside; there we lifted up a strong plate of brass, and found a fair and worthy body, whole and unconsumed, as the same is here lively counterfeited, with all his ornaments and attires. In his hand he held a parchment, called T., the which next unto the Bible is our greatest treasure, which ought to be delivered to the censure of the world. At the end of this book standeth this following Elogium:

Granum pectori Jesu insitum.

C. R. C. ex nobili atque splendida Germaniae R.C. familia oriundus, vir sui seculi divinis revelatiombus, subtilissimis imaginationibus, indefessis laboribus ad coetestia atque humana mysteria; arcanave admissus postquam suam (quam Arabico at Africano itineribus collejerat) plus quam regiam, atque imperatoriam Gazam suo seculo nondum convenientem, posteritati eruendam custodivisset at jam suarum Artium, ut et nominis, fides ac conjunctissimos heredes instituisset, mundum minutum omnibus motibus magno illi respondentem fabricasset hocque tandem preteritarum, praesentium, et futurarum, rerum compendio extracto, centenario major, non morbo (quem ipse nunquam corpore expertus erat, nunquam alios infestare sinebat) ullo pellente sed Spiritis Dei evocante, illuminatam animam (inter Fratrum amplexus et ultima oscula) fidelissimo Creatori Deo reddidisset, Pater delictissimus, Frater suavissimus, praeceptor fidelissimus, amicus integerimus, a suis ad 120 annos hic absconditus est.

Underneath they had subscribed themselves,

1. Fra. I.A., Fra. C.H. electione Fraternitatis caput.
2. Fra. G.V. M.P.C.
3. Fra. F.R.C. Junior haeres S. Spiritus
4. Fra. F.B.M. P.A. Pictor et Architectus
5. Fra. G..G. M.P.I. Cabalista

Secundi Circuli.

1. Fra. P.A. Successor, Fra. I.O. Mathematicus
2. Fra. A. Successor Fra. P.D.
3. Fra. R. Successor Patris C.R.C., cum Christo triumphantis.

At the end was written,

Ex Deo nascimur, in Jesu morimur, per Spiritum Sanctum revivscimus.

At that time was already dead Brother I.O. and Brother D., but their burial place where is it to be found? We doubt not but our Fra. Senior hath the same, and some especial thing layd in earth, and perhaps likewise hidden. We also hope that this our example will stir up others more diligently to inquire after their names (whom we have therefore published) and to search for the place of their burial; the most part of them, by reason of their practise and physick, are yet known and praised among very old folks; so might perhaps our Gaza be enlarged, or at least be better cleared.

Concerning Minutum Mundum, we found it kept in another little altar, truly more finer then can be imagined by any understanding man, but we will leave him undescribed, until we shall be truly answered upon this our true-hearted Fama. And so we have covered it again with the plates, and set the altar thereon, shut the door, and made it sure, with all our seals. Moreover, by instruction, and command of our Rota, there are come to sight some books, among which is contained M. (which were made instead of household care by the praiseworthy M.P.). Finally we departed the one from the other, and left the natural heirs in possession of our jewels. And so we do expect the answer and judgment of the learned, or unlearned.

Howbeit we know after a time there will now be a general reformation, both of divine and human things, according to our desire, and the expectation of others; for it is fitting, that before the rising of the Sun, there should appear and break forth Aurora, or some clearness, or divine light in the sky. And so, in the meantime, some few, which shall give their names, may joyn together, thereby to increase the number and respect of our Fraternity, and make a happy and wished for beginning of our Philosophical Canons, prescribed to us by our Brother R.C., and be partakers with us of our treasures (which never can fail or be wasted), in all humility and love to be eased of this world’s labours, and not walk so blindly in the knowledge of the wonderful works of God.

But that also every Christian may know of what Religion and belief we are, we confess to have the knowledge of Jesus Christ (as the same now in these last days, and chiefly in Germany, most clear and pure is professed, and is now adays cleansed and voyd of all swerving people, heretics, and false prophets), in certain and noted countries maintained, defended and propagated. Also we use two Sacraments, as they are instituted with all Forms and Ceremonies of the first reformed Church. In Politia we acknowledge the Roman Empire and Quartam Monarchiam for our Christian head; albeit we know what alterations be at hand, and would fain impart the same with all our hearts to other godly learned men, notwithstanding our handwriting which is in our hands, no man (except God alone) can make it common, nor any unworthy person is able to bereave us of it. But we shall help with secret aid this so good a cause, as God shall permit or hinder us. For our God is not blinde, as the heathen’s Fortuna, but is the Churches’ ornament and the honour of the Temple. Our Philosophy also is not a new invention, but as Adam after his fall hath received it, and as Moses and Solomon used it, also it ought not much to be doubted of, or contradicted by other opinions, or meanings; but seeing the truth is peaceable, brief; and always like herself in all things, and especially accorded by with Jesus in omni parte and all members, and as He is the true image of the Father, so is His image, so it shall not be said, this is true according to Philosophy, but true according to Theologie; and wherein Plato, Aristotle, Pythagoras and others did hit the mark, and wherein Enoch, Abraham, Moses, Solomon did excel, but especially wherewith that wonderful book the Bible agreeth. All that same concurreth together, and makes a sphere or globe whose total parts are equidistant from the centre, as hereof more at large and more plain shall be spoken of in Christianly Conference (in den Boecke des Levenes).

But now concerning, and chiefly in this our age, the ungodly and accursed gold-making, which hath gotten so much the upper hand, whereby under colour of it, many runagates and roguish people do use great villanies and cozen and abuse the credit which is given them; yea, now adays men of discretion do hold the transmutation of metals to be the highest point and fastigium in philosophy. This is all their intent and desire, and that God would be most esteemed by them, and honoured which could make great store of gold, the which with unpremeditate prayers they hope to attain of the allknowing God and searcher of all hearts; but we by these presents publickly testifie, that the true philosophers are far of another minde, esteeming little the making of gold, which is but a paragon, for besides that they have a thousand better things. We say with our loving Father C.R.C. Phy. aurium nisi quantum: aurum, for unto him the whole nature is detected; he doth not rejoice that he can make gold, and that, as saith Christ, the devils are obedient unto him; but is glad that he seeth the Heavens open, and the angels of God ascending and descending, and his name written in the book of life.

Also we do testify that under the name of Chymia many books and pictures are set forth in Contumeliam gloriae Dei, as we will name them in their due season, and will give to the pure-hearted a catalogue, or register of them. And we pray all learned men to take heed of these kinde of books; for the Enemy never resteth but soweth his weeds, till a stronger one doth root themout.

So, according to the will and meaning of Fra. C.R.C., we his brethren request again all the learned in Europe who shall read (sent forth in five languages) this our Fama and Confessio, that it would please them with good deliberation to ponder this our offer, and to examine most nearly and sharply their arts, and behold the present time with all diligence, and to declare their minde, either Communicato consilio, or singulatim by print. And although at this time we make no mention either of names or meetings, yet nevertheless everyone’s opinion shall assuredly come to our hands, in what language so ever it be; nor any body shall fail, who so gives but his name, to speak with some of us, either by word of mouth, or else, if there be some let, in writing. And this we say for a truth, that whosoever shall earnestly, and from his heart, bear affection unto us, it shall be beneficial to him in goods, body, and soul; but he that is false-hearted, or only greedy of riches, the same first of all shall not be able in any manner of wise to hurt us, but bring himself to utter ruin and destruction. Also our building, although one hundred thousand people had very near seen and beheld the same, shall for ever remain untouched, undestroyed, and hidden to the wicked world.

Sub umbra alarum tuarum, Jehova.

Confessio Fraternatitus 1615 - German

Confessio Fraternitatis

Vorrede

An den Weisheit begierigen Leser der Confessio!

Hier hast Du, günstiger Leser, siebenunddreißig Ursachen unseres Vorhabens und unserer Intention der Confessio einverleibet, die du nach Belieben heraussuchen, und miteinander vergleichen kannst, und auch bedenken magst, ob sie wichtig genug sind, dich zu bewegen und auf unsere Seite zu bringen.

Zwar bedarf es nicht wenig Mühe, dasjenige zu bestätigen, was man auch nicht sieht, wenn es aber dermaleins zu Tage tritt, zweifelt uns gar nicht, dass man sich werde solcher Vermutungen und Conjecturen billig schämen. Gleich wie wir aber jetzt ganz sicher, frei und ohne einige Gefahr den Papst zu Rom den Antichrist nennen, was hiervor für eine Todsünde gehalten wurde, und an allen Orten, als Kapitalverbrechen mit dem Leben verbüßt werden musste.

Also wissen wir gewiss, es werde noch einmal die Zeit kommen, dass dasjenige, was jetzt noch geheim gehalten wird, frei, öffentlich, mit heller Stimme ausgerufen und vor jedermann bekannt wird, was denn der günstige Leser mit uns, dass es aufs allerbäldeste geschehen möge, von Herzen wünschen wolle.

Confessio Fraternitatis

oder:

Bekenntnis der löblichen Bruderschaft des hochgeehrten Rosenkreuzes an die Gelehrten Europas geschrieben.

1. Was uns von unserer Fraterniti oder Bruderschaft aus der hiervor angefertigten Fama zu Ohren gekommen und offenbar gemacht worden ist, das soll niemand für leichtfertig oder erdichtet halten und erachten, viel weniger aber noch aufnehmen, als aus unserem eigenen Gutdünken hergeflossen und entstanden.

Der Herr Jehovah ist es, welcher, – sehend, dass die Welt nunmehr fast den Feierabend erreicht, und nach vollendeter Periode oder Umlauf wieder zum Anfang eilet, – den Lauf der Natur umwendet, und, was hiervor mit großer Mühe und unablässiger Arbeit gesucht wurde, jetzt denen, die es nicht beachten oder wohl nicht einmal daran denken, eröffnet, andern aber, die es begehren, freiwillig anbietet und denen, die es nicht begehren, gleichsam aufzwinget, auf dass den Frommen all diese menschliche Lebensmühseligkeit gelindert, und des unbeständigen Glückes Ungestüm aufgehoben wird, den Bösen aber ihre Bosheit und die darauf gehörigen Strafen vermehrt und gehäuft werden.

Obwohl wir nun keiner Ketzerei oder eines bösen Beginnens und Vornehmens wider das weltliche Regime bei jemand verdächtig sein können, die wir doch sowohl des Orients als des Okzidents – verstehe: des Mohameds und des Papstes Lästerung wider unseren Herrn Jesus Christus verdammen, und dennoch dem obersten Haupt des römischen Reiches unser Gebet, Geheimnis und große Goldschätze gutwillig präsentieren und anbieten, so haben wir es doch für ratsam und gut angesehen, um der Gelehrten willen noch etwas weiteres hinzu zu tun und besser auszuführen, ob irgend etwas in der Fama zu tief verborgen und zu dunkel gesetzt oder aus gewissen Ursachen gar ausgelassen worden wäre, hoffend, hiermit die Gelehrten uns desto geneigter und unserem Vorhaben noch bequemer und williger zu machen.

2. Von Veränderung nun und der Verbesserung der Philosophie haben wir jetzt und soviel, wie nötig, genugsam erklärt, dass nämlich dieselbe ganz krank und mangelhaft sei, ja, es ist gar kein Zweifel bei uns, dass sie, obwohl die Mehrzahl fälschlicherweise vorgibt, dass sie, – ich weiß nicht wie, – gesund und stark sei, sie dennoch fast in letzten Zügen liege und auf der Hinfahrt sei.

Gleichwie aber gemeinhin an eben demselben Ort, da etwa eine neue, ungewöhnliche Krankheit entstanden ist, die Natur auch eine Arznei für dieselbe entdecket, so erzeigen sich auch bei so mancherlei Krankheiten der Philosophie die rechten und unserem Verstand genugsam verträglichen Mittel, wodurch sie wiederum gesund werden und gleichsam ganz neu der Welt, die jetzt soll erneuert werden, vorkomme und erscheine.

Wir haben aber keine andere Philosophie als die, welche ist Haupt und Summe, Fundament und Inhalt aller Fakultäten, Wissenschaften und Künste, welche, wenn wir auf unser Jahrhundert sehen wollen, viel von der Theologie und Medizin, wenig aber von juristischer Weisheit begreift, und die zugleich Himmel und Erde fleißig durchsucht, oder – kurz gesagt – den Menschen (Mikrokosmos) genugsam erkundet und abbildet, von dem dann alle Gelehrten, die sich auf unsere brüderliche Einladung berufen und sich bei uns angeben und einstellen werden, mehr wunderbare Geheimnisse bei uns finden werden, als sie bisher erfahren haben, erkundigen, glauben und aussprechen können.

3. Deshalb, damit wir unsere Meinung hiervon kurz aufzeigen, müssen wir uns mit allem Fleiß dahin bemühen, dass man sich nicht allein über unsere Einladung und unser Anmahnen verwundere, sondern ein jeder auch wisse, dass wir zwar solche Arkana und Geheimnisse nicht gering achten, es aber doch nicht Unrecht sei, dass die Kunde und Wissenschaft derselben vielen zugänglich gemacht werde.

Denn es ist ja wohl zu bedenken und zu glauben, dass dieses unser unverhofftes, gutwilliges Anbieten viele und mancherlei Gedanken bei den Leuten erwecken wird, welchen die Wunder der sechsten Zeit noch nicht bekannt geworden sind oder welche wegen des Laufes der Welt die künftigen Dinge den gegenwärtigen gleich achten und durch allerhand Ungelegenheiten dieser ihrer Zeit verhindert werden, sodass sie nicht anders in der Welt leben und wandeln, als wie Blinde, welche auch mitten am hellen Tage nichts außer allein durch Fühlen und Angreifen zu unterscheiden und zu erkennen wissen.

4. Was nun das erste Stück, die Fama, anbelangt, so meinen wir von demselben, dass die Meditationen, Erkundigungen und Erforschungen unseres geliebten christlichen Vaters überall dasjenige, was von Anfang der Welt an vom menschlichen Verstand entweder durch göttliche Erweckung und Offenbarung oder durch der Engel und Geister Dienst, oder durch die Scharfsinnigkeit des Verstandes, oder durch langwierige Beobachtung, Übung und Erfahrung, erfunden, hervorgebracht, verbessert und bis hierher propagiert oder fortgepflanzt worden ist, so vortrefflich, herrlich und groß sei, dass, wenn auch alle Bücher sollten umkommen, und, durch des allmächtigen Gottes Verhängnis, aller Schriften und aller Literatur Untergang bestimmt sein sollte, die Nachwelt dennoch aus denselben allein ein neues Fundament legen und ein neues Schloss, eine neue Feste der Wahrheit wieder aufbauen könnte. Weswegen es dann vielleicht auch nicht so schwer sein möchte, das alte, so unförmliche Gebäude zu zerstören und zu verlassen, und bald den Vorhof zu erweitern, bald den Tag in die Gemächer zu bringen, die Türen, Treppen und anderes zu verändern, wie unsere Intention solches mit sich bringt.

Wem sollte nun aber dieses nicht angenehm sein? Wenn es doch nur reichlich kund werden möchte und nicht nur als eine besondere Zierde für die bestimmte künftige Zeit gehalten und gespart würde!

Warum wollen wir nicht in der einigen Wahrheit, welche die Menschen durch so viele Irrwege und auf krummen Straßen suchen, herzlich gerne ruhen und bleiben, wenn es Gott gefallen hätte, den sechsten Leuchter nur für uns alleine anzuzünden?

Wäre es nicht gut, dass man sich weder um Hunger noch Armut, weder um Krankheiten noch Alter zu sorgen und zu kümmern hätte?

Wäre es nicht ein köstlich Ding, dass du könntest alle Stunde also leben, als wenn du von Anfang der Welt an bis hierher gelebt hättest und noch ferner bis ans Ende derselben leben solltest?

Wäre es nicht herrlich, dass du an einem Ort also wohnen könntest, dass weder die Völker, die über dem Fluss Ganges in Indien wohnen, ihre Sachen vor dir verbergen, noch die, die in Peru wohnen, ihre Ratschläge dir vorenthalten könnten?

Wäre es nicht ein köstlich Ding, dass du so lesen könntest in einem (einzigen) Buch, in dem zugleich alles, was in allen Büchern, die jemals gewesen, immer noch sind oder noch kommen und herausgegeben werden, zu finden war, immer noch gefunden wird und jemals mag gefunden werden, lesen, verstehen und es behalten möchtest?

Wie lieblich wäre es, wenn du also singen könntest, dass du, anstatt der Steinfelsen, eitel Perlen und Edelsteine an dich brächtest, anstatt der wilden Tiere, die Geister zu dir locktest und anstatt des höllischen Plutonis, die Fürsten der Welt beeindrucktest und erregtest?

Oh, ihr Menschen! Gottes Rat ist ganz anders, der beschlossen hat, die Zahl unserer Fraternität in jetziger Zeit zu vermehren und größer zu machen, welches wir denn auch mit der gleichen Freude auf uns genommen haben, mit der wir selbst zu diesen großen Schätzen ohne unsern Verdienst, ja, ohne dass uns daran einige Hoffnung und Gedanken hier bevor auch gekommen sind.

Und mit solcher Treue gedenken wir dies ins Werk zu setzen, dass uns auch das Mitleiden und Erbarmen für unsere eigenen Kinder, die etliche von uns in der Fraternität haben, davon nicht abwenden sollen, weil wir wissen, dass diese unverhofften Güter weder ererbt, noch von ungefähr erlangt werden.

5. Wenn nun jemand sein möchte, der andererseits über unsere Diskretion klagen wollte, dass wir unsere Schätze so freigiebig und ohne einen Unterschied jedermann anbieten, und nicht vielmehr nur den Frommen, Gelehrten, Weisen, oder gar hohen fürstlichen Personen, sondern auch den gemeinen Mann hierin wahrnehmen, so sind wir dem nicht zuwider, sintemal solches nicht eine schlechte und geringe Sache ist.

Aber wir sagen gleichwohl soviel, dass unsere Arcana und Geheimnisse keineswegs allgemein und bekannt gemacht werden, obwohl die Fama in fünf Sprachen herausgegangen ist und jedermann kundgetan wurde, weil wir zum Teil wohl wissen, dass die groben, unverständigen und stupiden Naturen sich derer nicht annehmen oder sehr davon bekümmert werden, und wir auch die Würdigkeit derer, so in unserer Fraternität sollen aufgenommen werden, nicht aus menschlicher Sorgfältigkeit, sondern nach der Regel unserer Erweckungen und Offenbarungen schätzen und erkennen.

Deshalb, obschon die Unwürdigen tausendmal schreien und rufen, sich auch tausendmal uns offerieren und anbieten, so hat doch Gott unseren Ohren geboten, dass sie keinen derselben hören sollen, ja, es hat uns Gott auch mit seinen Wolken umgeben, dass uns, seinen Knechten, keine Gewalt angetan und zugefügt werden kann, daher wir dann auch von niemand, er habe denn des Adlers Augen, können gesehen und erkannt werden.

Zwar musste die Fama in eines jeden Muttersprache angefertigt werden, damit diejenigen nicht ausgeschlossen und dieser Wissenschaft beraubt würden, die, – obwohl sie nicht gelehrt sind – Gott dennoch nicht ausgeschlossen hat von der Glückseligkeit dieser Bruderschaft, so soll doch in gewisse Grade unterschieden und abgeteilt werden, geradeso wie diejenigen, die in der Stadt Damcar in Arabia wohnen, eine ganz andere politische Ordnung haben als die anderen Araber, weil nur weise und verständige Leute darin herrschen, welchen es vom König zugelassen ist, besondere Gesetze daselbst zu machen.

Nach diesem Beispiel, – wie wir davon eine von unserem christlichen Vater erstellte Beschreibung haben – soll auch das Regiment in Europa von uns aufgestellt werden, wenn dasjenige wird verrichtet und geschehen sein, das vorhergehen soll, und nun unsere Posaune mit hellem Schalle und großem Geschrei öffentlich erschallen wird, dann nämlich, wenn dasjenige, so jetzt von wenigen angedeutet und als zukünftig in Figuren und Bildnissen heimlich vorgetragen wird, den ganzen Erdboden erfüllen und frei öffentlich ausgerufen werden wird.

Gleichermaßen, wie hierbevor viele gottselige Leute des Papstes Tyrannei heimlich und ganz verzagt geärgert hat, ist er selbst hernach aus Deutschland mit großem Ernst und besonderem Eifer vom Stuhl abgestoßen und genugsam mit Füßen getreten worden. Sein endgültiger Untergang wird bis auf unsere Zeit aufgespart, auf dass er alsdann auch gleichsam mit den Nägeln zerkratzet und seinem Eselgeschrei durch eine neue Stimme ein Ende gemacht werden soll. Wir wissen, dass es vielen Gelehrten in Deutschland schon Ziemlichehrmaßen offenbar und bekannt wurde, in dem Maße nämlich, wie ihre Schriften und heimlichen Gratulationen und Glückwünsche solches genugsam bezeugen.

6. Wir könnten allhier wohl einführen und die ganze Zeit betrachten, die seit Anno 1378, in welchem Jahr unser christlicher Vater geboren, bisher verflossen ist, da wir dann wohl erzählen möchten, was er die hundert und sechs Jahre seines Lebens über für Veränderungen in der Welt gesehen und unsern Brüdern, wie auch uns selbst nach seinem glückseligen Abschied zu erfahren überlassen habe.

Aber die Kürze, derer wir uns hier befleißigen müssen, leidet es auf diesmal nicht, kann vielleicht ein andermal füglicher geschehen und ausgeführt werden. Für jetzt ist es genug für die, die unsere Erinnerung nicht verachten, dass wir in Kürze dasjenige berührt haben, wodurch ihnen zu naher Verwandtschaft mit uns der Weg bereitet werden kann.

Doch, welchem es zugelassen, dass er die großen Buchstaben und Zeichen, so Gott der Herr dem Gebäude Himmels und der Erden eingeschrieben, und durch die Veränderung der Regimente für und für erneuert hat, anschauen und zu seinem Unterricht gebrauchen kann, derselbe ist schon allbereit für uns, obwohl ihm selbst noch unbewusst, und wie wir wissen, dass er unsere Berufung nicht verachten wird, darum soll er keinen Betrug befürchten, denn wir verheißen und sagen öffentlich, dass keinen seine Aufrichtigkeit und Hoffnung betrügen soll, der unter dem Siegel der Verschwiegenheit sich bei uns melden und unsere Gemeinschaft begehren wird.

Den falschen Heuchlern aber und denen, die etwas anderes als Weisheit suchen, denen sagen und bezeugen wir hiermit öffentlich, dass wir nicht können offenbar gemacht und verraten werden, viel weniger noch zu unserem Verderben gebracht werden, ohne den Willen Gottes. Sie aber werden der Strafe, die unsere Fama vermeldet, gewiss teilhaftig werden, sodass also ihre gottlosen Anschläge sie selbst treffen, uns aber unsere Schätze unberührt gelassen werden, bis dass der Löwe komme – (der Löwe von Juda) – und dieselben für sich fordern, einnehmen, empfangen und zu seines Reiches Bestätigung anwenden wird.

7. Wir müssen demnach dieses hier wohl anmerken und jedermann zu verstehen geben, dass Gott gewiss und eigentlich beschlossen hat, der Welt vor ihrem Untergang, welcher bald hernach erfolgen wird, noch rechtzeitig eine solche Wahrheit, Licht, Leben und Herrlichkeit widerfahren zu lassen und zu geben, da doch der erste Mensch, nämlich Adam, das Paradies verloren und verscherzt hat, und hernach seine Nachkommen mit ihm ins Elend verstoßen und vertrieben wurden.

Wird also alle Knechtschaft, Falschheit, Lügen und Finsternis weichen und aufhören müssen, welche sich allgemach mit den Umwälzungen der Weltkugel in allen Künsten, Werken und Regierungen der Menschen eingeschlichen und dies Leben zum größten Teil verdunkelt haben.

Denn dadurch ist so eine unzählige Menge falscher Meinungen und Ketzereien entstanden, welche auch den allerweisesten Leuten die Entscheidung und Wahl schwer gemacht haben, sodass nicht leicht unterschieden werden konnte, weil sie auf der einen Seite durch das Ansehen der Philosophen und gelehrter Leute, auf der anderen Seite aber durch die Wahrheit des Experimentes und der Erfahrung aufgehalten und irre gemacht wurden, welches alles, wenn es dermaleins aufgehoben werden wird, und wir dann erkennen werden, dass statt dessen eine richtige und gewisse Regel eingeführt wurde. So wird zwar denen, die sich darum bemühten, die Danksagung gebühren, das ganze Werk aber als solches, wird der Glückseligkeit unseres Jahrhunderts zugeschrieben werden müssen.

Geradeso, wie wir nun gerne bekennen, dass viele vortreffliche Leute der zukünftigen Reformation mit Schriften nicht geringen Vorschub leisten, also begehren wir doch gar nicht, uns selbst diese Ehre zuzuschreiben, als wenn ein solches Werk uns alleine befohlen und auferlegt worden wäre, sondern wir bekennen und bezeugen öffentlich mit dem Herrn Christo, es werde eher geschehen, dass die Steine sich aufwerfen und ihren Dienst anbieten, als dass es an Executoren und Vollstreckern des göttlichen Rats mangeln werde.

8. Es hat zwar Gott schon etliche Botschaften vorhergesandt, die seinen Willen bezeugten, wie z.B. etliche neue Sterne, die am Himmel in Serpentario und Cygno entstanden sind, (Sternbild der Schlange und des Schwans), welche als hohe und wichtige Sache durch kräftige Zeichen reichlich bezeugen und zu erkennen geben, wie allen Dingen, die von Menschen erfunden werden, die heimlich-verborgenen Schriften und Strukturen dazu dienlich sind, und dass, obwohl das große Buch der Natur allen Menschen offen steht, dennoch nur sehr wenige vorhanden sind, die dasselbe lesen und verstehen können.

Denn, gleich wie den Menschen zum Gehör zwei Organe, desgleichen auch zum Sehen zwei und zum Riechen zwei, aber nur eins zum Reden gegeben worden ist, und man die Sprache von den Ohren, die Unterscheidung aber der Stimmen und der Töne vergeblich von den Augen erwartet, also sind Epochen oder Zeiten gewesen, die gesehen haben. Es gab auch Zeiten, die gehört, gerochen und geschmeckt haben. Nun bleibt noch übrig, dass, mit Abkürzung der Zeit, der Zunge auch ihre Ehre gegeben wird, damit durch dieselbe das, was man vorzeiten gesehen, gehört und gerochen hat, nun endlich einmal ausgesprochen werde, dann nämlich, wenn die Welt von ihrem schweren Schlaf aufwachen und der neu aufgehenden Sonne mit geöffnetem Herzen, entblößtem Haupt und nackten Füßen fröhlich und freudig entgegen gehen wird.

9. Solche Zeichen und Buchstaben, wie Gott sie hin und wieder der heiligen Bibel einverleibet, hat er geradeso auch dem wunderbaren Geschöpf Himmels und der Erden, ja, allen Tieren ganz deutlich eingedruckt, sodass eben auf solche Weise, geradeso wie ein Mathematiker und Sternseher die zukünftigen Finsternisse lange zuvor sehen kann, Gleicherweise auch wir die Merkwürdigkeiten und Verdunkelungen der Kirchenhändel und wie lange sie währen sollen und wann sie endlich abnehmen, erkennen können. Und auch, von welchen Buchstaben wir eigentlich unsere magischen Schriften entlehnet, und uns eine neue Sprache erfunden und zuwege gebracht haben, sodass es daher kein Wunder ist, dass wir in andern Sprachen nicht so zierlich sind, von denen wir wissen, dass sie sich keineswegs mit unseres Vaters Adam und Henochs Sprache vergleichen lassen, vielmehr durch die babylonische Verwirrung ganz verschleiert wurden.

10. Dieses müssen wir aber nicht unterlassen, denn da alldieweil noch etliche Adlerfedern unserem Vorhaben im Wege stehen und hinderlich sind, so ermahnen wir eindringlich zu fleißiger und immerwährender Lesung der heiligen Bibel, denn wer an derselbigen all sein Gefallen hat, der soll wissen, dass er sich einen stattlichen Weg gemacht hat, um zu unserer Fraternität zu kommen.

Denn so, wie dies die ganze Summe und der Inhalt unserer Regel ist, dass kein Buchstabe in der Welt sein soll, welcher nicht wohl gefasst und in acht genommen werde, geradeso sind diejenigen Menschen uns fast gleich und nahe verwandt, die das einzige Buch, die heilige Bibel, zur Regel ihres Lebens und allen Studierens Ziel und Zweck, ja der ganzen Welt Kompendium und Inhalt werden lassen, sodass sie derselbigen Sinn auf alle Zeiten und Alter der Welt anzuwenden und auszurichten wissen.

Denn auch unser Brauch ist es nicht, die heilige Schrift zu prostituieren und gemein zu machen, da eine unzählige Menge von Auslegern gefunden wird, welche dieselbe auf ihre eigene Meinung ziehen, etliche aber, die dieselbe verspotten und Boshafterweise einer wächsernen Nase vergleichen, die sowohl den Theologen, Philosophen, Medizinern und Mathematikern dienen könne.

Im Gegensatz zu all diesem bezeugen und bekennen wir öffentlich, dass von Anfang der Welt an kein vortrefflicheres, besseres, wunderbareres und heilsameres Buch den Menschen gegeben wurde als eben die heilige Bibel. Selig ist, der dieselbe hat, noch seliger ist, der sie fleißig liest, am allerseligsten ist der, der sie studiert und der sie recht versteht, der ist Gott am aller gleichsten und ähnlichsten.

11. Was aber in der Fama von den Betrügern gegen die Verwandlung der Metalle und die höchste Medizin in der Welt gesagt wurde, das wollen wir so verstanden haben, dass diese so vortreffliche Gabe Gottes keineswegs von uns vernichtet oder verkleinert werde, sondern, da sie nicht allezeit die Erkenntnis der Natur mit sich bringt, diese aber sowohl die Medizin, als auch sonst unzählig viele andere Geheimnisse und Wunder eröffnet, es nur billig ist, dass man sich am allermeisten befleißige, den Verstand und die Wissenschaft der Philosophie zu erlangen.

So sollen vortreffliche Geister nicht eher zur Tinktur der Metalle angeführt werden, bis sie sich zuvor in der Erkenntnis der Natur wohl geübt haben. Der muss ja wohl ein unersättlicher Geizhals sein, der so weit gekommen ist, dass ihn keine Armut, Ungemach oder Krankheit rühren kann, ja, welcher höher als alle Menschen, erhaben über dasjenige herrscht, von dem andere Leute gequält, geängstigt und gepeinigt werden und sich zuerst wieder zu nichtigen Dingen zuwenden, Häuser bauen, Krieg führen oder sonst stolzieren will, weil ja von Gold und Silber eine unerschöpfliche Quelle vorhanden ist.

Gott hat es viel anders gefallen, denn derselbe erhöhet die Niedrigen, aber die Hoffartigen kränkt er mit Verachtung, und denen, die still und von wenig Worten sind, schickt er die heiligen Engel zu, dass sie mit ihnen Sprach halten, aber die unnützen Schwätzer verstößt er in die Wüste und Einöde, welches denn der rechte Lohn ist für den römischen Verführer, welcher seine Gotteslästerung aus vollem Halse gegen Christus ausgespieen und das auch noch bei hellem Licht, als in Deutschland all seine Greuel und abscheulichen Höllen entdeckt worden sind, er dennoch von seinen Lügen nicht absteht, damit er das Maß seiner Sünden ja wohl erfülle und rechtzeitig zur Strafe komme.

Derohalben wird einmal die Zeit kommen, da diese Otter schweigt und das dreifache Horn (Tiara) zunichte gemacht werden wird, wie hiervon bei unserer Zusammenkunft eingehender und eigentlicher verhandelt werden soll.

12. Zum Beschluss unserer Confession müssen wir noch an dieses mit Fleiß erinnern, dass man weg tun soll, wenn auch nicht alle, so doch die meisten Bücher der falschen Alchimisten, die es für einen Scherz und eine Kurzweil halten, wenn sie entweder die heilige, hochgelobte Dreifaltigkeit zu unnützen Dingen missbrauchen oder mit wunder-seltsamen Figuren und dunklen, verborgenen Reden die Leute betrügen und die Einfältigen um ihr Geld bringen, wie denn viele solcher Bücher in jetziger Zeit herausgekommen und an den Tag gekommen sind, die der Feind menschlicher Wohlfahrt zu dem Zweck unter die guten Sachen vermischet, dass man desto schwerlicher der Wahrheit glaube, weil dieselbe schlicht, einfältig und bloß, die Lüge aber prächtig, stattlich, ansehnlich und mit einem besonderen Schein göttlicher und menschlicher Weisheit geschmückt ist.

Meidet und fliehet solche Bücher, die ihr gewitzt seid, und wendet euch zu uns, die wir nicht euer Geld suchen, sondern unsere großen Schätze euch gutwillig anbieten. Wir stellen euren Gütern nicht nach mit erdichteten, lügenhaften Tinkturen, sondern wir begehren, euch unserer Güter teilhaftig werden zu lassen. Wir reden nicht mit euch durch Sprichwörter, sondern wollen euch gerne zur schlichten und ganz verständlichen Auslegung, Erklärung und Wissenschaft aller Geheimnisse führen.

Wir begehren nicht von euch, auf- und angenommen zu werden, sondern wir laden euch zu unseren mehr als königlichen Häusern und Palästen, und das alles zwar nicht aus einem Gutdünken, sondern – dass ihr es eben wisset – aus Antrieb des Geistes Gottes, von Gott ermahnt und durch die Beschaffenheit der gegenwärtigen Zeit gezwungen.

13. Was meinet ihr nun, liebe Leute, und wie ist euch zumute, nachdem ihr nun versteht und wisst, dass wir uns zu Christo rein und lauter bekennen, den Papst verdammen, der wahren Philosophie zugetan sind, ein christlich Leben führen und zu unserer Gesellschaft noch viele andere, denen eben dieses Licht von Gott auch erschienen, täglich berufen, einladen und anbieten?

Gedenkt ihr nicht, wie ihr nicht allein in Erwägung der Gaben, die in euch sind, und der Erfahrung, die ihr in Gottes Wort habt, neben fleißiger Betrachtung der Unvollkommenheit aller Künste und vieler ungereimter Sachen in denselben, wie ihr endlich mit uns anfangen möget, nach der Verbesserung zu trachten, sich Gottes Werken zu ergeben und euch in die Zeit, in der ihr lebt, recht zu schicken?

Fürwahr, wenn ihr das tun werdet, wird euch euer Nutzen daraus erwachsen, sodass alle Güter, die die Natur an allen Orten der Welt wunderbarlich ausgestreut, euch zugleich miteinander verliehen und mitgeteilt werden; wie ihr denn auch alles, was den menschlichen Verstand verdunkelt und dessen Wirkung verhindert, gar leichtlich werdet ablegen und wie alle “Eccentricos und Epicyclos” (alles Überholte) aus der Welt abschaffen können.

14. Die aber vorwitzig sind und entweder von dem Glanz des Goldes verblendet, oder – eigentlicher davon zu reden – die jetzt zwar fromm sind, aber durch den unverhofften Zuwachs so vieler Güter leicht möchten verderbt werden und dazu bewegt, sich in Müßiggang zu begeben und ein üppiges, übermütiges Leben anzutreten, dieselben sollen gebeten sein, dass sie mit ihrem unzeitigen Geschrei uns nicht unruhig machen, sondern bedenken, obschon eine Arznei möchte vorhanden sein, die zugleich alle Krankheiten heilt, dass dennoch diejenigen, welche Gott beschlossen hat, mit Krankheit zu plagen und hier unter den Ruten zu halten, zu derselben Arznei nimmermehr kommen und gelangen mögen.

Ebenso also auch wir, obwohl wir die ganze Welt reich und gelehrt machen und von unzähligem Jammer befreien können, wir doch nimmermehr keinem Menschen ohne Gottes besondere Schickung offenbar und bekannt werden mögen. Ja, es geht so weit, dass niemand uns ohne oder wider den Willen Gottes finden und unserer Guttaten teilhaftig werden kann, dass er auch eher das Leben im Suchen und Nachforschen verlieren wird, als dass er uns finde und so gelange und komme zur gewünschten Glückseligkeit der Fraternität des Rosenkreuzes.

Confessio Fraternatitus 1652 - English

Translated into English by Thomas Vaughan (aka Eugenius Philalethes) in 1652.

Confessio Fraternitatis

or
The Confession of the Laudable Fraternity of the Most Honorable Order
of the Rosy Cross, Written to All the Learned of Europe

Whatsoever is published, and made known to everyone, concerning our Fraternity, by the foresaid Fama, let no man esteem lightly of it, nor hold it as an idle or invented thing, and much less receive the same, as though it were only a mere conceit of ours. It is the Lord Jehovah (who seeing the Lord’s Sabbath is almost at hand, and hastened again, his period or course being finished, to his first beginning) doth turn about the course of Nature; and what heretofore hath been sought with great pains, and daily labour, is now manifested unto those who make small account, or scarcely once think upon it; but those which desire it, it is in a manner forced and thrust upon them, that thereby the life of the godly may be eased of all their toil and labour, and be no more subject to the storms of inconstant Fortune; but the wickedness of the ungodly thereby, with their due and deserved punishment, be augmented and multiplied.

Although we cannot be by any suspected of the least heresy, or of any wicked beginning, or purpose against the worldly government, we do condemn the East and the West (meaning the Pope and Mahomet) blasphemers against our Lord Jesus Christ, and offer and present with a good will to the chief head of the Roman Empire our prayers, secrets, and great treasures of gold.

Yet we have thought good, and fit for the learned’s sakes, to add somewhat more to this, and make a better explanation if there be anything too deep, hidden, and set down over dark in the Fama, or for certain reasons were altogether omitted, and left out; hoping herewith the learned will be more addicted unto us, and be made far more fit and willing for our purpose.

Concerning the alteration and amendment of Philosophy, we have (as much as this present is needful) sufficiently declared, to wit, that the same is altogether weak and faulty; yet we doubt not, although the most part falsely do allege that she (I know not how) is sound and strong, yet notwithstanding she fetches her last breath and is departing.

But as commonly, even in the same place or country where there breaketh forth a new a unaccustomed disease, Nature also there discovereth a medicine against the same; so there doth appear for so manifold infirmities of Philosophy the right means, and unto our Patria sufficiently offered, whereby she may become sound again, which is now to be renewed and altogether new.

No other Philosophy we have, than that which is the head and sum, the foundations and contents of all faculties, sciences, and arts, the which (if we will behold our age) containeth much of Theology and medicine, but little of the wisdom of the law, and doth diligently search both heaven and earth: or, to speak briefly thereof, which doth manifest and declare sufficiently Man, whereof all learned who will make themselves known unto us, and come into our brotherhood, shall find more wonderful secrets by us than heretofore they did attain unto, and did know, or are able to believe or utter.

Wherefore, to declare briefly our meaning hereof, we ought to labour carefully that there be not only a wondering at our meeting and adhortation, but that likewise everyone may know, that although we do not lightly esteem and regard such mysteries and secrets, we nevertheless holde it fit, that the knowledge thereof be manifested and revealed to many.

For it is to be taught and believed, that this our unhoped (for), willing offer will raise many and divers thoughts in men, unto whom (as yet) be unknown Miranda sexta aetatis, or those which by reason of the course of the world, esteem the things to come like unto the present, and are hindered through all manner of importunities of this our time, so that they live no otherwise in the world, than blind fools, who can, in the clear sun-shine day discern and know nothing, than only by feeling.

Now concerning the first part, we hold this, that the meditations, knowledge and inventions of our loving Christian Father (of all that, which from the beginning of the world, Man’s wisdom, either through God’s revelation, or through the service of the angels and spirits, or through the sharpness and depth of understanding, or through long observation, use, and experience, hath found out, invented, brought forth, corrected, and till now hath been propagated and transplanted) are so excellent, worthy and great, that if all books should perish, and by God’s almighty sufferance, all writings and all learnings should be lost, yet the posterity will be able only thereby to lay a new foundation, and bring truth to light again; the which perhaps would not be so hard to do as if one should begin to pull down and destroy the old ruinous building, and then to enlarge the fore court, afterwards bring lights into the lodgings, and then change the doors, stair, and other things according to our intention.

But to whom would not this be acceptable, for to be manifested to everyone rather that to have it kept and spared, as an especial ornament for the appointed time to come?

Wherefore should we not with all our hearts rest and remain in the only truth (which men through so many erroneous and crooked ways do seek) if it had only pleased God to lighten unto us the sixth Candelbrium? Were it not good that we needed not to care, not to fear hunger, poverty, sickness and age?

Were it not a precious thing, that you could always live so, as if you had lived from the beginning of the world, and, moreover, as you should still live to the end thereof? Were it not excellent you dwell in one place, that neither the people which dwell beyond the River Ganges in the Indies could Hide anything, nor those which in Peru might be able to keep secret their counsels from thee?

Were it not a precious thing, that you could so read in one only book, and withal by reading understand and remember, all that which in all other books (which heretofore have been, and are now, and hereafter shall come out) hath been, is, and shall be learned and found out of them?

How pleasant were it, that you could so sing, that instead of stony rocks you could draw the pearls and precious stones, instead of wild beasts, spirits, and instead of hellish Pluto, move the might princes of the world.

O ye people, God’s counsel is far otherwise, who hath concluded now to increase and enlarge the number of our Fraternity, the which we with such joy have undertaken, as we have heretofore obtained this great treasure without our merits, yea without our hopes, and thoughts, and purpose with the like fidelity to put the same in practice, that neither the compassion nor pity of our own children (which some of us in the Fraternity have) shall draw us from it, because we know these unhoped for goods cannot be inherited, nor by chance be obtained.

If there be somebody now, which on the other side will complain of our discretion, that we offer our treasure so freely, and without any difference to all men, and do not rather regard and respect more the godly, learned, wise, or princely persons, than the common people; those we do not contradict, seeing it is not a slight and easy matter; but withal we signify so much, that our Arcana or secrets will no ways be common, and generally made known. Although the Fama be set forth in five languages, and is manifested to everyone, yet we do partly very well know that the unlearned and gross wits will not receive nor regard the same; as also the worthiness of those who shall be accepted into our Fraternity are not esteemed and known of us by Man’s carefulness, but by the Rule of our Revelation and Manifestation. Wherefore if the unworthy cry and call a thousand times, or if they shall offer and present themselves to us a thousand times, yet God hath commanded our ears, that they should hear none of them: yea God hath so compassed us about with his clouds, that unto us his servants no violence or force can be done or committed; wherefore we neither can be seen or known by anybody, except he had the eyes of an eagle. It hath been necessary that the Fama be set forth in everyone’s mother tongue, because those should not be defrauded of the knowledge thereof, whom (although they be unlearned) God hath not excluded from the happiness of this Fraternity, the which shall be divided and parted into certain degrees; as those which dwell in the city of Damascus in Arabia, who have a far different politick order from the other Arabians. For there do govern only wise and understanding men, who by the king’s permission make particular laws; according unto which example also the government shall be instituted in Europe (whereof we have a description set down by our Christianly Father) when first is done and come to pass that which is to precede. And thenceforth our Trumpet shall publicly sound with a loud sound, and great noise, when namely the same (which at this present is shown by few, and is secretly, as a thing to come, declared in figures and pictures) shall be free and publicly proclaimed, and the whole world shall be filled withal. Even in such manner as heretofore, many godly people have secretly and altogether desperately pushed at the Pope’s tyranny, which afterwards, with great, earnest, and especial zeal in Germany, was thrown from his seat, and trodden underfoot, whose final fall is delayed, and kept for our times, when he also shall be scratched in pieces with nails, and an end be made of his ass’s cry, by a new voice. The which we know is already reasonable manifest and known to many learned men in Germany, as their writings and secret congratulations do sufficiently witness the same.

We could here relate and declare what all the time, from the year of Our Lord 1378 (in which year our Christian Father was born) till now, hath happened, where we might rehearse what alterations he hath seen in these one hundred and six years of his life, which he hath left to our breathren and us after his decease to peruse. But brevity, which we do observe, will not permit at this present to make rehearsal of it, till a more fit time. At this time it is enough for those which do not despise our declaration, having therefore briefly touched it, thereby to prepare the way for their acquaintance and friendship with us.

Yet to whom it is permitted that he may see, and for his instruction use, those great letters and characters which the Lord god hath written and imprinted in heaven and earth’s edifice, through the alteration of government, which hath been from time to time altered and reviewed, the same is already (although as yet unknown to himself) ours. And as we know he will not despise our inviting and calling, so none shall fear any deceit, for we promise and openly say, that no man’s uprightness and hopes shall deceive him, whosoever shall make himself known unto us under the seal of secrecy, and desire our Fraternity.

But to the false hypocrites, and to those that seek other things than wisdom, we say and witness by these presents publicly, we cannot be made known, and be betrayed unto them; and much less they shall be able to hurt as any manner of way without the will of God; but they shall certainly be partakers of all the punishment spoken of in our Fama; so their wicked counsels shall light upon themselves, and our treasures shall remain untouched and unstirred, until the Lion doth come, who will ask them for his use, and employ them for the confirmation and establishment of his kingdom. We ought therefore here to observe well, and make it known unto everyone, that God hath certainly and most assuredly concluded to send and grant to the world before her end, which presently thereupon shall ensue, such a truth, light, life, and glory, as the first man Adam had, which he lost in Paradise, after which his successors were put and driven, with him, to misery. Wherefore there shall cease all servitude, falsehood, lies, and darkness, which by little and little, with the great world’s revolution, was crept into all arts, works, and governments of men, and have darkened the most part of them. For form thence are proceeded an innumerable sort of all manner of false opinions and heresies, that scarce the wisest of all was able to know whose doctrine and opinion he should follow and embrace, and could not well and easily be discerned; seeing on the one part they were detained, hindered, and brought into errors through the respect of the philosophers and learned men, and on the other part through true experience. All the which, when it shall once be abolished and removed, and instead thereof a right and true rule instituted, then there will remain thanks unto them which have taken pains therein. But the work itself shall be attributed to the blessedness of our age.

As we now willingly confess, that may principal men by their writings will be a great furtherance unto this Reformation which is to come; so we desire not to have this honour ascribed to us, as if such work were only commanded and imposed upon us. But we confess, and witness openly with the Lord Jesus Christ, that it shall first happen that the stones shall arise, and offer their service, before there shall be any want of executors and accomplishers of God’s counsel; yea, the Lord God hath already sent before certain messengers, which should testify his will, to wit, some new stars, which do appear and are seen in the firmament in Serpentario and Cygno, which signify and give themselves known to everyone, that they are powerful Signacula of great weighty matters. So then, the secret his writings and characters are most necessary for all such things which are found out by men. Although that great book of nature stands open to all men, yet there are but few that can read and understand the same. For as there is given to man two instruments to hear, likewise two to see, and two to smell, but only one to speak, and it were but vain to expect speech from the ears, or hearing from the eyes. So there hath been ages or times which have seen, there have also been ages that have heard, smelt, and tasted. Now there remains yet that which in short time, honour shall be likewise given to the tongue, and by the same; what before times hath been seen, heard, and smelt, now finally shall be spoken and uttered forth, when the World shall awake out of her heavy and drowsy sleep, and with an open heart, bare-head, and bare-foot, shall merrily and joyfully meet the new arising Sun.

These characters and letters, as God hath here and there incorporated them in the Holy Scriptures, the Bible, so hath he imprinted them in all beasts. So that like as the mathematician and astronomer can long before see and know the eclipses which are to come, so we may verily foreknow and foresee the darkness of obscurations of the Church, and how long they shall last. From the which characters or letters we have borrowed our magic writing, and have found out, and made, a new language for ourselves, in the which withal is expressed and declared the nature of all things. So that it is no wonder that we are not so eloquent in other languages, the which we know that they are altogether disagreeing to the language of our forefathers, Adam and Enoch, and were through the Babylonical confusion wholly hidden.

But we must also let you understand that there are yet some Eagles’ Feathers in our way, the which do hinder our purpose. Wherefore we do admonish everyone for to read diligently and continually the Holy Bible, for he that taketh all his pleasures therein, he shall know that he prepared for himself an excellent way to come to our Fraternity. For as this is the whole sum and content of our rule, that every letter or character which is in the world ought to be learned and regarded well; so those are like unto us, and are very near allied unto us, who do make the Holy Bible a rule of their life, and an aim and end of all their studies: yea to let it be a compendium and content of the whole world. And not only to have it continually in the mouth, but to know how to apply and direct the true understanding of it to all times and ages of the world. Also, it is not our custom to prostitute and make so common the Holy Scriptures; for there are innumerable expounders of the same; some alleging and wresting it to serve for their opinion, some to scandal it, and most wickedly do like it to a nose of wax, which alike should serve the divines, philosophers, physicians, and mathematicians, against all the which we do openly witness and acknowledge, that from the beginning of the world there hath not been given unto men a more worthy, a more excellent, and more admirable and wholesome Book than the Holy Bible. Blessed is he that hath the same, yet more blessed is he who reads it diligently, but most blessed of all is he that truly understandeth the same, for he is most like to God, and doth truly understandeth the same, for his most like to God, and doth come most near to him. But whatsoever hath been said in the Fama concerning the deceivers against the transmutation of metals, and the highest medicine in the world, the same is thus to be understood, that this so great gift of God we do in no manner set at naught, or dispise it. But because she bringeth not with her always the knowledge of Nature, but this bringeth forth not only medicine, but also maketh manifest and open unto us innumerable secrets and wonders. Therefore it is requisite, that we be earnest to attain to the understanding and knowledge of philosophy. And moreover, excellent wits ought not to be drawn to the tincture of metals, before they be exercised well in the knowledge of Nature. He must needs be an insatiable creature, who is come so far, that neither poverty nor sickness can hurt him, yea, who is exalted above all other men, and hath rule over that, the which doth anguish, trouble and pain others, yet will give himself again to idle things, as to build houses, make wars, and use al manner of pride, because he hath gold and silver infinite store.

God is far otherwise pleased, for he exalteth the lowly, and pulleth down the proud with disdain; to those which are of few works, he sendeth his holy Angel to speak with them, but the unclean babblers he driveth in the wilderness and solitary places. The which is the right reward of the Romish seducers, who have vomited forth their blasphemies against Christ, and as yet do not abstain from their lies in this clear shining light. In Germany all their abominations and detestable tricks have been disclosed, that thereby he may fully fulfill the measure of sin, and draw near to the end of his punishment. Therefore one day it will come to pass, that the mouth of those vipers will be stopped and the triple crown will be brought to nought, as thereof at our meeting shall more plain and at large be discoursed.

For conclusion of our Confession, we must earnestly admonish you, that you put away, if not all, yet the most books written by false Alchemists, who do think it but a jest, or a pastime, when they either misuse the Holy Trinity, when they do apply it to vain things, or deceive the people with most strange figures, and dark sentences and speeches, and cozen the simple of their money; as there are nowadays too many such books set forth, which the Enemy of man’s welfare doth daily, and will to the end, mingle among the good seed, thereby to make the Truth more difficult to be believed, which in herself is simple, easy, and naked, but contrarily Falsehood is proud, haughty, and coloured with a kind of lustre of seeming godly and of humane wisdom. Ye that are wise eschew such books, and turn unto us, who seek not your moneys, but offer unto you most willingly our great treasures. We hunt not after your goods with invented lying tinctures, but desire to make you partakes of our goods. We speak unto you by parables, but would willingly bring you to the right, simple, easy and ingenuous exposition, understanding, declaration, and knowledge of all secrets. We desire not to be received by you, but invite you unto our more than kingly houses and palaces, and that verily not by our own proper motion, but (that you likewise may know it) as forced unto it, by the instigation of the Spirit of God, by his admonitions, and by the occasion of this present time.

What think you, loving people, and how seem you affected, seeing that you now understand and know, that we acknowledge ourselves truly and sincerely to profess Christ, condemn the Pope, addict ourselves to the true Philosophy, lead a Christian life, and daily call, entreat and invite many more unto our Fraternity, unto whom the same Light of God likewise appeareth? Consider you not at length how you might begin with us, not only by pondering the Gifts which are in you, and by experience which you have in the word of God, beside the careful consideration of the imperfection of all arts, and many other unfitting things, to seek for an amendment therein; to appease God, and to accommodate you for the time wherein you live. Certainly if you will perform the same, this profit will follow, that all those goods which Nature hath in all parts of the world wonderfully dispersed, shall at one time altogether be given unto you, and shall easily disburden you of all that which obscureth the understanding of man, and hindereth the working thereof, like unto the vain eccentrics and epicycles.

But those pragmatical and busy-headed men, who either are blinded with the glittering of gold, or (to say more truly) who are now honest, but by; thinking such great riches should never fail, might easily be corrupted, and brought to idleness, and to riotous proud living, those we desire that they would not trouble us with their idle and vain crying. But let them think, that although there be a medicine to be had which might fully cure all diseases, nevertheless those whom God hath destined to plague with diseases, neverthelesss those whom God hath destined to plaque with diseases, and to keep under the rod of correction, such shall never obtain any such medicine.

Even in such manner, although we might enrich the whole world, and endue them with learning, and might release it from innumerable miseries, yet shall we never be manifested and made known unto any many, without the especial pleasure of God; yea, it shall be so far from him whosoever thinks to get the benefit and be partaker of our riches and knowledge, without and against the will of God, that he shall sooner lose his life in seeking and searching for us, than to find us, and attain to come to the wished happiness of the Fraternity of the Rosy Cross.

Confessio Fraternatitus 1887 - English

The following comes from The Real History of the Rosicrucians, by Arthur Edward Waite, 1887.

Confessio Fraternitatis

Here, gentle reader, you shall finde incorporated in our Confession thirty-seven reasons of purpose and intention, the which according to thy pleasure thou mayst seek out and compare together, considering within thyself if they be sufficient to allure thee. Verily, it requires no small pains to induce any one to believe what doth not yet appear, but when it shall be revealed in the full blaze of day, I suppose we should be ashamed of such questionings. And as we do now securely call the Pope Antichrist, which was formerly a capital offence in every place, so we know certainly that what we here keep secret we shall in the future thunder forth with uplifted voice, the which, reader, with us desire with all thy heart that it may happen most speedily.

“Fratres R.C.”

Confessio Fraternitatis R. C. ad Eruditos Europæ.

CHAPTER I.

Whatsoever you have heard, O mortals, concerning our Fraternity by the trumpet sound of the Fama R. C., do not either believe it hastily, or wilfully suspect it. It is Jehovah who, seeing how the world is falling to decay, and near to its end, doth hasten it again to its beginning, inverting the course of Nature, and so what heretofore hath been sought with great pains and dayly labor He doth lay open now to those thinking of no such thing, offering it to the willing and thrusting it on the reluctant, that it may become to the good that which will smooth the troubles of human life and break the violence of unexpected blows of Fortune, but to the ungodly that which will augment their sins and their punishments.

Although we believe ourselves to have sufficiently unfolded to you in the Fama the nature of our order, wherein we follow the will of our most excellent father, nor can by any be suspected of heresy, nor of any attempt against the commonwealth, we hereby do condemn the East and the West (meaning the Pope and Mahomet) for their blasphemies against our Lord Jesus Christ, and offer to the chief head of the Roman Empire our prayers, secrets, and great treasures of gold. Yet we have thought good for the sake of the learned to add somewhat more to this, and make a better explanation, if there be anything too deep, hidden, and set down over dark, in the Fama, or fur certain reasons altogether omitted, whereby we hope the learned will be more addicted unto us, and easier to approve our counsel.

CHAPTER II.

Concerning the amendment of philosophy, we have (as much as at this present is needful) declared that the same is altogether weak and faulty; nay, whilst many (I know not how) alledge that she is sound and strong, to us it is certain that she fetches her last breath.

But as commonly even in the same place where there breaketh forth a new disease, nature discovereth a remedy against the same, so amidst so many infirmities of philosophy there do appear the right means, and unto our Fatherland sufficiently offered, whereby she may become sound again, and new or renovated may appear to a renovated world.

No other philosophy we have then that which is the head of all the faculties, sciences, and arts, the which (if we behold our age) containeth much of Theology and Medicine, but little of Jurisprudence; which searcheth heaven and earth with exquisite analysis, or, to speak briefly thereof, which doth sufficiently manifest the Microsmus man, whereof if some of the more orderly in the number of the learned shall respond to our fraternal invitation, they shall find among us far other and greater wonders then those they heretofore did believe, marvel at, and profess.

CHAPTER III.

Wherefore, to declare briefly our meaning hereof, it becomes us to labor carefully that the surprise of our challenge may be taken from you, to shew plainly that such secrets are not lightly esteemed by us, and not to spread an opinion abroad among the vulgar that the story concerning them is a foolish thing. For it is not absurd to suppose many are overwhelmed with the conflict of thought which is occasioned by our unhoped graciousness, unto whom (as yet) be unknown the wonders of the sixth age, or who, by reason of the course of the world, esteem the things to come like unto the present, and, hindered by the obstacles of their age, live no otherwise in the world then as men blind, who, in the light of noon, discern nothing onely by feeling.

CHAPTER IV.

Now concerning the first part, we hold that the meditations of our Christian father on all subjects which from the creation of the world have been invented, brought forth, and propagated by human ingenuity, through God’s revelation, or through the service of Angels or spirits, or through the sagacity of understanding, or through the experience of long observation, are so great, that if all books should perish, and by God’s almighty sufferance all writings and all learning should be lost, yet posterity will be able thereby to lay a new foundation of sciences, and to erect a new citadel of truth; the which perhaps would not be so hard to do as if one should begin to pull down and destroy the old, ruinous building, then enlarge the fore-court, afterwards bring light into the private chambers, and then change the doors, staples, and other things according to our intention.

Therefore, it must not be expected that new comers shall attain at once all our weighty secrets. They must proceed step by step from the smaller to the greater, and must not be retarded by difficulties.

Wherefore should we not freely acquiesce in the onely truth then seek through so many windings and labyrinths, if onely it had pleased God to lighten unto us the sixth Candelabrum? Were it not sufficient for us to fear neither hunger, poverty, diseases, nor age? Were it not an excellent thing to live always so as if you had lived from the beginning of the world, and should still live to the end thereof? So to live in one place that neither the people which dwel beyond the Ganges could hide anything, nor those which live in Peru might be able to keep secret their counsels from thee? So to read in one onely book as to discern, understand, and remember whatsoever in all other books (which heretofore have been, are now, and hereafter shal come out) hath been, is, and shal be learned out of them? So to sing or to play that instead of stony rocks you could draw pearls, instead of wild beasts spirits, and instead of Pluto you could soften the mighty princes of the world? O mortals, diverse is the counsel of God and your convenience, Who hath decreed at this time to encrease and enlarge the number of our Fraternity, the which we with such joy have undertaken, as we have heretofore obtained this great treasure without our merits, yea, without any hope or expectation; the same we purpose with such fidelity to put in practice, that neither compassion nor pity for our own children (which some of us in the Fraternity have) shal move us, since we know that these unhoped for good things cannot be inherited, nor be conferred promiscuously.

CHAPTER V.

If there be any body now which on the other side wil complain of our discretion, that we offer our treasures so freely and indiscriminately, and do not rather regard more the godly, wise, or princely persons then the common people, with him we are in no wise angry (for the accusation is not without moment), but withall we affirm that we have by no means made common property of our arcana, albeit they resound in five languages within the ears of the vulgar, both because, as we well know, they will not move gross wits, and because the worth of those who shal be accepted into our Fraternity will not be measured by their curiosity, but by the rule and pattern of our revelations. A thousand times the unworthy may clamour, a thousand times may present themselves, yet God hath commanded our ears that they should hear none of them, and hath so compassed us about with His clouds that unto us, His servants, no violence can be done; wherefore now no longer are we beheld by human eyes, unless they have received strength borrowed from the eagle.

For the rest, it hath been necessary that the Fama should be set forth in everyone’s mother tongue, lest those should not be defrauded of the knowledge thereof; whom (although they be unlearned) God hath not excluded from the happiness of this Fraternity, which is divided into degrees; as those which dwell in Damcar, who have a far different politick order from the other Arabians; for there do govern onely understanding men, who, by the king’s permission, make particular laws, according unto which example the government shall also be instituted in Europe (according to the description set down by our Christianly Father), when that shal come to pass which must precede, when our Trumpet shall resound with full voice and with no prevarications of meaning, when, namely, those things of which a few now whisper and darken with enigmas, shall openly fill the earth, even as after many secret chafings of pious people against the pope’s tyranny, and after timid reproof, he with great violence and by a great onset was cast down from his seat and abundantly trodden under foot, whose final fall is reserved for an age when he shall be torn in pieces with nails, and a final groan shall end his ass’s braying, the which, as we know, is already manifest to many learned men in Germany, as their tokens and secret congratulations bear witness.

CHAPTER VI.

We could here relate and declare what all the time from the year 1378 (when our Christian father was born) till now hath happened, what alterations he hath seen in the world these one hundred and six years of his life, what he left after his happy death to be attempted by our Fathers and by us, but brevity, which we do observe, will not permit at this present to make rehearsal of it; it is enough for those which do not despise our declaration to have touched upon it, thereby to prepare the way for their more close union and association with us. Truly, to whom it is permitted to behold, read, and thenceforward teach himself those great characters which the Lord God hath inscribed upon the world’s mechanism, and which He repeats through the mutations of Empires, such an one is already ours, though as yet unknown to himself; and as we know he will not neglect our invitation, so, in like manner, we abjure all deceit, for we promise that no man’s uprightness and hopes shall deceive him who shall make himself known to us under the seal of secresy and desire our familiarity. But to the false and to impostors, and to those who seek other things then wisdom, we witness by these presents publikely, we cannot be betrayed unto them to our hurt, nor be known to them without the will of God, but they shall certainly be partakers of that terrible commination spoken of in our Fama, and their impious designs shall fall back upon their own heads, while our treasures shall remain untouched, till the Lion shall arise and exact them as his right, receive and imploy them for the establishment of his kingdom.

CHAPTER VII.

One thing should here, O mortals, be established by us, that God hath decreed to the world before her end, which presently thereupon shall ensue, an influx of truth, light, and grandeur, such as he commanded should accompany Adam from Paradise and sweeten the misery of man: Wherefore there shall cease all falshood, darkness, and bondage, which little by little, with the great globe’s revolution, hath crept into the arts, works, and governments of men, darkening the greater part of them. Thence hath proceeded that innumerable diversity of persuasions, falsities, and heresies, which makes choice difficult to the wisest men, seeing on the one part they were hindered by the reputation of philosophers and on the other by the facts of experience, which if (as we trust) it can be once removed, and instead thereof a single and self-same rule be instituted, then there will indeed remain thanks unto them which have taken pains therein, but the sum of the so great work shall be attributed to the blessedness of our age.

As we now confess that many high intelligences by their writings will be a great furtherance unto this Reformation which is to come, so do we by no means arrogate to ourselves this glory, as if such a work were onely imposed on us, but we testify with our Saviour Christ, that sooner shall the stones rise up and offer their service, then there shall be any want of executors of God’s counsel.

CHAPTER VIII.

God, indeed, hath already sent messengers which should testifie His will, to wit, some new stars which have appeared in Serpentarius and Cygnus, the which powerful signs of a great Council shew forth how for all things which human ingenuity discovers, God calls upon His hidden knowledge, as likewise the Book of Nature, though it stands open truly for all eyes, can be read or understood by only a very few.

As in the human head there are two organs of hearing, two of sight, and two of smell, but onely one of speech, and it were but vain to expect speech from the ears, or hearing from the eyes, so there have been ages which have seen, others which have heard, others again that have smelt and tasted. Now, there remains that in a short and swiftly approaching time honour should be likewise given to the tongue, that what formerly saw, heard, and smelt shall finally speak, after the world shall have slept away the intoxication of her poisoned and stupefying chalice, and with an open heart, bare head, and naked feet shall merrily and joyfully go forth to meet the sun rising in the morning.

CHAPTER IX.

These characters and letters, as God hath here and there incorporated them in the Sacred Scriptures, so hath He imprinted them most manifestly on the wonderful work of creation, on the heavens, the earth, and on all beasts, so that as the mathematician predicts eclipses, so we prognosticate the obscurations of the church, and how long they shall last. From these letters we have borrowed our magick writing, and thence have made for ourselves a new language, in which the nature of things is expressed, so that it is no wonder that we are not so eloquent in other tongues, least of all in this Latin, which we know to be by no means in agreement with that of Adam and of Enoch, but to have been contaminated by the confusion of Babel.

CHAPTER X.

But this also must by no means be omitted, that, while there are yet some eagle’s feathers in our way, the which do hinder our purpose, we do exhort to the sole, onely, assiduous, and continual study of the Sacred Scriptures, for he that taketh all his pleasures therein shall know that he hath prepared for himself an excellent way to come into our Fraternity, for this is the whole sum of our Laws, that as there is not a character in that great miracle of the world which has not a claim on the memory, so those are nearest and likest unto us who do make the Bible the rule of their life, the end of all their studies, and the compendium of the universal world, from whom we require not that it should be continually in their mouth, but that they should appropriately apply its true interpretation to all ages of the world, for it is not our custom so to debase the divine oracle, that while there are innumerable expounders of the same, some adhere to the opinions of their party, some make sport of Scripture as if it were a tablet of wax to be indifferently made use of by theologians, philosophers, doctors, and mathematicians. Be it ours rather to bear witness, that from the beginning of the world there hath not been given to man a more excellent, admirable, and wholesome book then the Holy Bible; Blessed is he who possesses it, more blessed is he who reads it, most blessed of all is he who truly understandeth it, while he is most like to God who both understands and obeys it.

CHAPTER XI.

Now, whatsoever hath been said in the Fama, through hatred of impostors, against the transmutation of metals and the supreme medicine of the world, we desire to be so understood, that this so great gift of God we do in no manner set at naught, but as it bringeth not always with it the knowledge of Nature, while this knowledge bringeth forth both that and an infinite number of other natural miracles, it is right that we be rather earnest to attain to the knowledge of philosophy, nor tempt excellent wits to the tincture of metals sooner then to the observation of Nature. He must needs be insatiable to whom neither poverty, diseases, nor danger can any longer reach, who, as one raised above all men, hath rule over that which loth anguish, afflict, and pain others, yet will give himself again to idle things, will build, make wars, and domineer, because he hath of gold sufficient, and of silver an inexhaustible fountain. God judgeth far otherwise, who exalteth the lowly, and casteth the proud into obscurity; to the silent he sendeth his angels to hold speech with them, but the babblers he driveth into the wilderness, which is the judgment due to the Roman impostor who now poureth his blasphemies with open mouth against Christ, nor yet in the full light, by which Germany hath detected his caves and subterranean passages, will abstain from lying, that thereby he may fulfil the measure of his sin, and be found worthy of the axe. Therefore, one day it will come to pass, that the mouth of this viper shall be stopped, and his triple crown shall be brought to nought, of which things more fully when we shall have met together.

CHAPTER XII.

For conclusion of our Confession we must earnestly admonish you, that you cast away, if not all, yet most of the worthless books of pseudo chymists, to whom it is a jest to apply the Most Holy Trinity to vain things, or to deceive men with monstrous symbols and enigmas, or to profit by the curiosity of the credulous; our age doth produce many such, one of the greatest being a stage-player, a man with sufficient ingenuity for imposition; such doth the enemy of human welfare mingle among the good seed, thereby to make the truth more difficult to be believed, which in herself is simple and naked, while falshood is proud, haughty, and coloured with a lustre of seeming godly and humane wisdom. Ye that are wise eschew such books, and have recourse to us, who seek not your moneys, but offer unto you most willingly our great treasures. We hunt not after your goods with invented lying tinctures, but desire to make you partakers of our goods. We do not reject parables, but invite you to the clear and simple explanation of all secrets; we seek not to be received of you, but call you unto our more then kingly houses and palaces, by no motion of our own, but (lest you be ignorant of it) as forced thereto by the Spirit of God, commanded by the testament of our most excellent Father, and impelled by the occasion of this present time.

CHAPTER XIII.

What think you, therefore, O Mortals, seeing that we sincerely confess Christ, execrate the pope, addict ourselves to the true philosophy, lead a worthy life, and dayly call, intreat, and invite many more unto our Fraternity, unto whom the same Light of God likewise appeareth? Consider you not that, having pondered the gifts which are in you, having measured your understanding in the Word of God, and having weighed the imperfection and inconsistencies of all the arts, you may at length in the future deliberate with us upon their remedy, co-operate in the work of God, and be serviceable to the constitution of your time? On which work these profits will follow, that all those goods which Nature hath dispersed in every part of the earth shall at one time and altogether be given to you, tanquam in centro solis et lunæ. Then shall you be able to expel from the world all those things which darken human knowledge and hinder action, such as the vain (astronomical) epicycles and eccentric circles.

CHAPTER XIV.

You, however, for whom it is enough to be serviceable out of curiosity to any ordinance, or who are dazzled by the glistering of gold, or who, though now upright, might be led away by such unexpected great riches into an effeminate, idle, luxurious, and pompous life, do not disturb our sacred silence by your clamour, but think, that although there be a medicine which might fully cure all diseases, yet those whom God wishes to try or to chastise shall not be abetted by such an opportunity, so that if we were able to enrich and instruct the whole world, and liberate it from innumerable hardships, yet shall we never be manifested unto any man unless God should favour it, yea, it shall be so far from him who thinks to be partaker of our riches against the will of God that he shall sooner lose his life in seeking us, then attain happiness by finding us.

FRATERNITAS R. C.

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